Bielefeld. Zum Frühlingsanfang startet die Sonderausstellung „Tee. Tradition trifft Design“ im Museum Huelsmann. Von Teekannen aus China über Teesorten zum Riechen bis hin zur Frage, woher das Trend-Getränk Matcha überhaupt kommt: Die Ausstellung bietet ab dem 20. März Einblick in die jahrhundertelange Tradition des Teetrinkens.

Museumsleiterin Elisabeth Schwarm lädt zu einer Reise durch verschiedene Teetraditionen und Kannendesigns mit Zwischenstopps in China, Japan, Ostfriesland und Marokko ein. Auf drei Stockwerken finden Kunstwerke, Teetassen und -kannen sowie moderne Teesorten zusammen. „Auch spannend ist der Matcha Hype. Hier wird aufgeklärt, woher diese Teeart stammt“, sagt die Kuratorin Nora Penlington.

„Was ich so besonders finde, ist, dass diese Ausstellung einen generationsübergreifenden Zugang zu Tee ermöglicht. Früher haben wir Teekränzchen gehabt, heute kauft man sich eher den Eistee to go“, so Birgit Beckermann, Beigeordnete für Bürger und Kultur. Das zeigt, dass man Tee auf verschiedenste Weisen erleben kann. Genau das wird deutlich in der Ausstellung, Tee tritt nicht nur auf eine Art und Weise auf. Er wandelt sich, je nach Kultur, aber auch mit der Zeit.

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Ostfriesische Geselligkeit trifft auf chinesische Teeziegel

„Unsere Ausstellung geht vom Erdgeschoss ins Dachgeschoss“, beschreibt Penlington den Aufbau der Ausstellung. „Im Erdgeschoss können sich die Gäste einen Einblick in die ostfriesische Teekultur verschaffen“, sagt die Kuratorin. Aber auch im ersten Stock gibt es besondere Elemente. Von der Treppe kommt man direkt auf eine Vitrine mit einem Teeziegel zu. „Ein Teeziegel ist ein Block aus gepresstem Teepulver, aus dem man sich immer ein Stück abbrechen kann und dieses dann mit Wasser aufgießt. Durch die langen Reisen hat dieser Tee immer eine rauchige Note gehabt“, erklärt Penlington.

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Direkt daneben hat man eine Station extra für Kinder. „Die Kinderstation wurde unter anderem für unser Kinderprogramm erstellt. Es ist eine interaktive Führung, in der die Kinder Teegläser bemalen können oder hölzerne Teekästchen, zur Aufbewahrung von Teebeuteln“, sagt Schwarm. Im Obergeschoss stehen dann Thementische mit Kännchen aus unterschiedlichen Ländern.

Sonderausstellung „Tee. Tradition trifft Design“ im Museum Huelsmann

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Matcha-Workshop und Teezeremonie

In der Ausstellung wird sowohl der Ursprung als auch die Bedeutung des Heißgetränks erklärt. Der Tee selbst hatte seinen Ursprung in China, von dort aus ist er dann nach Japan gekommen. „In Japan hat der Tee etwas Meditatives. Es gibt zweistündige Tee-Rituale, in denen der Tee zubereitet und getrunken wird“, erklärt die Kuratorin. Auch in anderen Ländern hat das Heißgetränk eine Bedeutung. In Ostfriesland sei Tee etwas Gesellschaftliches, es bringe Menschen zusammen, und macht Freude, ergänzt sie.

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Zur Ausstellung bietet das Museum auch Zusatzprogramme an. Neben einem Matcha-Workshop oder einer japanischen Teezeremonie, geleitet von einer Teemeisterin, können sich Gäste im Zeitraum der Ausstellung auch für Porzellanmalerei oder eine Teeverkostung anmelden. Die Sonderausstellung endet am 6. September. Danach folgt ein Programm zum „Wohnen im Luxus“. Die Ausstellung im Historischen Museum beginnt am Freitag, 20. März, ab 18 Uhr mit einem Empfang und freiem Eintritt am Eröffnungstag.

Die Ticketpreise für die Ausstellung fangen regulär bei sechs Euro an. Mehr Informationen und Tickets erhalten Sie unter www.museumhuelsmann.de/events.