Bielefeld. Ob Bielefeld in Zukunft noch mehr Potenzial hat, von Erdwärme als Energielieferant zu profitieren, wird aktuell genauer untersucht. Erste Messungen des Geologischen Dienstes NRW lassen darauf schließen. Mit dem Ergebnis einer bereits beauftragten Vorstudie zum Bielefelder Erdwärmepotenzial wird im Spätsommer gerechnet, darüber hat das Umweltdezernat jetzt den Umweltausschuss informiert.
Je nach Ergebnis sollen dann eine Machbarkeitsstudie, weitere seismische Messungen, eine Pilot- und eine erste Explorationsbohrung in mitteltiefe und tiefe Bereiche der Erdkruste folgen. Dabei könnten Erdwärmeressourcen in bis zu fünf Kilometern Tiefe erschlossen werden. Das Land NRW unterstützt das Bielefelder Vorhaben finanziell und technisch.
Die sogenannte Geothermie kann zum Heizen, Kühlen sowie zur Stromerzeugung genutzt werden und gilt als wichtiger Baustein für die kommunale Wärmeplanung in der Zukunft.
Nah- und Fernwärme: So sieht die Zukunft der Bielefelder Wärmeplanung aus
Die hydrothermale Geothermie nutzt heißes Tiefenwasser, das durch eine Förderbohrung an die Oberfläche gepumpt wird. Dort überträgt es seine Wärme mittels Wärmetauschern zum Beispiel an ein Fernwärmenetz oder Industriebetriebe. Das abgekühlte Wasser wird dann über eine zweite Bohrung wieder vollständig zurückgeführt.
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