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Los Angeles (USA) – Superstar Jay-Z (56) zeigt sich verletzlich wie nie. Der Rap-Mogul, der sonst für Kontrolle, Coolness und ein Milliarden-Business steht, spricht jetzt ganz offen über die wohl schwerste Zeit seines Lebens. Im Jahr 2024 wurde er von einer Frau beschuldigt, sie Jahrzehnte zuvor sexuell missbraucht zu haben. Nun sagt er dazu: „Ich war am Boden zerstört.“
Eine anonyme Frau hatte behauptet, sie sei im Jahr 2000 als 13-Jährige auf einer Party im Umfeld der MTV Video Music Awards unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht worden. Laut ihrer Darstellung hätten damals sowohl Sean „Diddy“ Combs (56, sitzt aktuell wegen Förderung der Prostitution im Gefängnis) als auch Jay-Z sie vergewaltigt. Der Rapper hatte die Anschuldigungen von Anfang an als „haltlos und erfunden“ zurückgewiesen, die Frau zog ihre Zivilklage Anfang 2025 vollständig zurück. Doch der Fall hat bei Jay-Z tiefe Spuren hinterlassen.

Für das Magazin „GQ“ legte Jay-Z seine Maske der Coolness ab, sprach emotional über die schwerste Zeit seines Lebens
Foto: Rashid Johnson/GQ
„So wütend war ich schon lange nicht mehr“
„Es war hart. Richtig schwer“, erklärt Jay-Z jetzt im exklusiven Interview mit dem Magazin „GQ“. Trotz seiner Unschuldsbekundung war der Imageschaden für Jay-Z immens. Sein Ansehen und auch sein Business litten schwer unter den Vorwürfen. Der Rap-Mogul gibt zu: „Ich war wütend. So wütend war ich schon lange nicht mehr – es war eine unkontrollierbare Wut.“ Bis heute könne er nicht verstehen, wie die Klägerin ihn der Vergewaltigung bezichtigen konnte. „So etwas sagt man nicht einfach über jemanden – da muss man sich verdammt sicher sein.“
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Jay-Z ist seit 2008 mit Pop-Superstar Beyoncé (44) verheiratet. Sie haben drei gemeinsame Kinder – Tochter Blue Ivy Carter (14) sowie die Zwillinge Rumi und Sir Carter (8)
Foto: Edward Berthelot/Getty Images
„Mir ist das Herz gebrochen“
Dass er kein unbeschriebenes Blatt ist, weiß der Rapper, der in den Marcy Houses in Brooklyn, einem sozialen Brennpunkt, aufwuchs. Aber: „Selbst als wir die schlimmsten Dinge taten, hatten wir Regeln. Es gab eine Grenze: keine Frauen, keine Kinder … das sind die Dinge, die ich von der Straße mitgenommen habe.“ Noch heute würde er nach diesen Regeln leben. Auch deshalb sitzt der Schmerz besonders tief. „Das hat mich sehr getroffen“, sagt Jay-Z. Und: „Mir ist das Herz gebrochen.“

Jay-Z zeigt sich auf dem Cover der „GQ“ nachdenklich
Foto: Rashid Johnson/GQ
Am Ende zählt immer die Wahrheit, ist er überzeugt. „Ich wusste, dass wir das durchstehen – weil es nicht stimmt.“ Jetzt zählt für ihn nur noch der Blick nach vorn. „Wir haben genug Verteidigung gespielt. 2026 geht’s nur noch um Angriff.“ Das Geschehene verarbeite er immer noch, sagt Jay-Z. „Denn so etwas ist wirklich furchtbar.“