Nach vielen Indizien und Gerüchten ist es keine gigantische Überraschung: Wenn am 18. Juli der Vorhang für „Moulin Rouge“ in Köln fällt, wird ab Herbst „Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber durch den Musical Dome geistern. Die Previews laufen ab 5. November. Premiere ist am 15. November.
Das „Phantom“ gilt als eines der größten Musical-Bühnenerfolge aller Zeiten. In diesem Jahr feiert es sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Seit seiner Uraufführung im Jahr 1986 in London haben mehr als 160 Millionen Menschen in 217 Städten und auf 23 Sprachen das Stück gesehen. Es heimste mehr als 70 internationale Theaterpreise ein.
Die Musik stammt von Andrew Lloyd Webber. Zu den beliebten Hits gehören: „Die Musik der Nacht“, „Denk an mich“, „Mehr will ich nicht von dir“, „Maskenball“ sowie der Titelsong. Die deutsche Übersetzung ist von Michael Kunze.
Inspiriert ist das Musical von dem Roman des französischen Autors Gaston Leroux. „Le Fantôme de L’Opéra“ stammt aus dem Jahr 1910. Es erzählt die Geschichte von der jungen Sopranistin Christine Daaé. Ihre außergewöhnliche Stimme zieht das Phantom in den Bann, das als ausgestoßenes musikalisches Genie in den Tiefen der Oper lebt und dort alle in Schrecken versetzt. Das Phantom wird heimlich zum Mentor der jungen Sängerin und verliebt sich in sie. Nur sie, so glaubt es, könne seine Musik zum Leben erwecken. Christine wiederum ist ihrem Jugendfreund Raoul wiederbegegnet, der Förderer der Oper ist, und verliebt sich ihrerseits. Sie ist zwischen zwei Männern und zwei Welten hin- und hergerissen. Es entspinnt sich eine dramatische Dreiecksgeschichte zwischen Besessenheit, Eifersucht und Liebe.
Wie das Unternehmen ATG Entertainment am 25. März bekannt gab, handelt es sich bei der Produktion um die aufwendige Neuinszenierung von Cameron Mackintosh. Sie wurde 2012 uraufgeführt. Das Original stammt aus dem Jahr 1986. Aktuell ist das „Phantom“ à la Mackintosh in Wien zu sehen. Vor drei Jahren feierte es dort seine Europa-Premiere. Von dort kehrt das „Phantom“ nun nach über zehn Jahren zurück auf eine deutsche Bühne. Die Produktion von Mackintosh hat in etwa die gleiche Länge wie die ursprüngliche Version. Anders als das Original ist die Mackintosh-Produktion in vielen Theater umsetzbar. Es wird natürlich den legendären Kronleuchter geben. Geblieben sind auch die gefeierten Kostümentwürfe von Maria Björnson.
„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sich diese Inszenierung 15 Jahre später als ebenso erfolgreich erweisen würde wie das Original. Tatsächlich glaube ich, dass ,Das Phantom der Oper` das einzige Musical in der Geschichte ist, das jemals zwei gleichermaßen erfolgreiche Versionen in ähnlichem Umfang hatte. Daher freue ich mich sehr, dass das deutsche Publikum in unserem 40. Jahr die Gelegenheit haben wird, sich wieder in die Musik der Nacht zu verlieben, als wäre es das erste Mal“, sagt Cameron Mackintosh.
Info Vorstellungen sind dienstags, 19 Uhr, mittwochs, 19.30 Uhr, donnerstags und freitags, 19.30 Uhr, samstags und sonntags, jeweils um 14.30 und 19.30 Uhr. Tickets ab 59,99 Euro. Previews ab 5. November. Premiere ist am 15. November. Infos unter www.phantom-der-oper.de.