Heute startete Sony im PlayStation Store den großen Frühlings-Sale, mit dem die dynamischen Preisnachlässe offenbar auch in den USA Einzug hielten. Bei den Spielern kommen die Tests aber alles andere als gut an.

Unter dem Label „Frühlingsangebote“ brachte Sony heute einen mehr als 5.000 Angebote umfassenden Sale im PlayStation Store an den Start. Die vergangenen Stunden zeigten, dass es nicht nur die zahlreichen Schnäppchen sind, die unter Spielern für Gesprächsstoff sorgen.

Wie mehrere Nutzer aus Nordamerika berichten, erreichte die dynamische Preisgestaltung, zu der sich Sony bislang nicht offiziell äußerte, nun auch den US-PlayStation-Store. Auf X teilte der Nutzer „Cheap Ass Gamer“ beispielsweise Screenshots, die zeigen, dass manchen Nutzern „Astro Bot“ im Rahmen des aktuellen Deals für 39,59 US-Dollar angeboten wird, während der gefeierte Plattformer bei ihm auf 26,99 US-Dollar reduziert wurde.

„Cheap Ass Gamer“ ergänzte, dass er seine Spiele in der Regel in der physischen Version erwirbt und nur selten im PlayStation Store einkauft. Dies ließ unter Spielern die Vermutung aufkommen, dass Sony mit besonders niedrigen Preisen möglicherweise versuchen könnte, Spieler dazu zu animieren, ihre Spiele verstärkt digital zu erstehen.

Dynamische Preise verärgern US-Spieler

Dass es sich bei „Astro Bot“ nicht um einen Einzelfall handelt, verdeutlichen Bilder, die den Kollegen von Insider Gaming vorliegen. Diese zeigen, dass auch der Action-Hit „Stellar Blade“ zu den Spielen gehört, bei denen Sony anlässlich des „Frühlingsangebote“-Sales auf dynamische Preisnachlässe setzt.

Bei „Stellar Blade“ reicht die Spanne der Preise je nach Nutzer von 39,89 US-Dollar bis 20,99 US-Dollar. Laut Insider Gaming scheinen in den USA bislang nur Spiele der PlayStation Studios von der dynamischen Preisgestaltung betroffen zu sein.

PlayStation-Store: Klarstellung zu Sonys Preisexperiment im PSN

In Europa hingegen tauchten die schwankenden Preise auch bei Titeln von Third-Party-Publishern wie 2K Games oder Bethesda auf.

Erwartungsgemäß sorgten die unterschiedlichen Preisnachlässe unter US-Spielern schnell für Kritik. Schließlich ist es den Nutzern nur schwer zu vermitteln, warum sie im Rahmen von Sales für ein Spiel ohne erkennbaren Grund doppelt so viel bezahlen sollen wie andere Spieler.

PS5: Starfield weiterhin auf Erfolgskurs? Aktuelle Vorbestell-Charts im PSN

„Ich bin gerade dabei, mir eine riesige Wunschliste mit Spielen zusammenzustellen, die ich nicht unbedingt physisch brauche. Aber so ein Mist sorgt echt dafür, dass ich weniger kaufe und Spiele wieder lösche“, fasste ein Nutzer auf X seine Frustration zusammen.

„Das ist eine Änderung, von der weder die Spieler noch die Studios etwas haben. Die sollten sich lieber mal darauf konzentrieren, diesen ganzen KI-Müll zu entfernen, der den Store überflutet.“

PlayStation Store künftig mit personalisierte Angeboten?

Solange sich Sony zu den dynamischen Preisnachlässen nicht offiziell äußert, bleibt abzuwarten, ob und wann personalisierte Angebote künftig Einzug in den PlayStation Store halten.

Während die PlayStation-Macher derzeit noch auf begrenzte Tests setzen, gehören Angebote dieser Art bei anderen Anbietern längst zum Standard.

Ramsch im PSN: Sony zieht Studio mit über 700 Spielen den Stecker – Anbieter äußert Kritik

Microsoft führte im Xbox Store beispielsweise bereits im Jahr 2021 personalisierte Rabatte für Xbox-Spieler ein, die mit dem Label „Nur für dich“ gekennzeichnet wurden. Neben Spielen reduziert der Konzern mitunter auch Hardware im Preis.

Zuletzt berichteten Spieler, die weiterhin auf der Xbox One unterwegs sind, dass Microsoft beim Kauf einer Xbox Series X mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent lockt.

Startseite
Im Forum diskutieren

Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.