Seit Anfang der 2000er-Jahre wurde die Nacht der Museen in Düsseldorf veranstaltet und hat Tausende Menschen in der Stadt begeistert. Während die Stadt ein neues Festival als Nachfolger ins Leben gerufen hat, machen auch die bisherigen Veranstalter weiter. Unter dem Namen „Düsseldorfer Nacht der Künste“ wird das neue Event seine Premiere am 18. April feiern. Das Konzept der langen Nacht solle erhalten bleiben, sagen die Zuständigen der k/c/e Marketing GmbH. Nun wurden das Programm und die teilnehmenden Locations bekannt gegeben.
Angesetzt ist die Nacht an besagtem Samstag von 19 bis 2 Uhr. Mit im Programm sind Künstlergespräche, Lesungen, Theater, Video- und Lichtinstallationen sowie Live-Bands und DJ-Sets. Museen und Galerien treffen an diesem Abend auf Off-Spaces, private Sammlungen, Hochschulen und urbane Szenen.
Mehr als 40 Locations werden bei der ersten Nacht der Künste dabei sein. Unter anderem der Bilker Bunker, der 2024 erstmals Teil der Nacht der Museen war. Ein besonderer Einblick könnte bei einem Besuch in der Bezirksregierung geboten werden, dort wird neben einer Ausstellungseröffnung auch ein DJ spielen und es gibt den „wohl schönsten Selfie-Spiegel in Düsseldorf“.
Der Medienhafen ist mit dem Rheinturm und Architekturführungen ebenfalls im Programm zu finden. Neu dabei sein wird der Stadtteil Flingern, der als zweiter Kunst-Hotspot in die Nacht der Künste aufgenommen wurde. Besucher können dort die Sammlung Philara sowie die Kunst- und Galerieszene bei Nacht erkunden. Mit dabei ist außerdem Klonkk, die neue Indoor-Location des Stadtstrands. Dort wird an dem Abend Schreibmaschinenpoesie angeboten, ein DJ-Kollektiv tritt auf und eine Lesung aus dem Buch „Ibiza Heartbeat – 20 Jahre auf der Insel der Träume“ stehen im Programm.
„Mit der Nacht der Künste brechen wir ein neues Zeitalter an. Wir haben ein wirklich spannendes Projekt auf die Beine gestellt“, sagt Daniel Tobias Etzel, Geschäftsführer der k/c/e Marketing GmbH. „Die freie Szene war bei der Nacht der Museen sozusagen das Salz in der Suppe, jetzt ist sie ein Protagonist der Nacht der Künste geworden.“ Außerdem sei die lange Nacht noch weiter ausgebaut worden, denn an einigen Stellen seien Partys bis spät in die Nacht geplant und es könne länger gefeiert werden, geben die Veranstalter preis. Sie rechnen an vielen Stellen mit einem recht jungen Publikum, „auch die Anfang 20-Jährigen hatten durch solche Orte die Nacht der Museen schon entdeckt“.
Auch über die Stadtgrenze hinaus wird es bei der Nacht der Künste gehen. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals Locations in Neuss mit in das Programm der Nacht der Museen aufgenommen wurden, soll dies auch bei dem Nachfolger fortgeführt werden. Im Rahmen der Nacht der Künste wird nur wenige Tage nach der Eröffnung der Landesgartenschau in Neuss das Gelände auch nach den Öffnungszeiten für Besucher geöffnet. An diesem Abend sei ein umfangreiches Programm für die Nacht der Künste geplant. Bei einer Vernissage werden einige Künstler vor Ort sein, die die Besucher über ihre Werke informieren. Auch musikalisch soll der Abend untermalt werden.
Die neue Nacht der Künste sei nun eine Chance, etwas Neues auf die Beine zu stellen und das Event nach den eigenen Vorstellungen weiterzuentwickeln, sagt Etzel. Die Preise werden die gleichen wie bei der Nacht der Museen sein – 17 Euro, ermäßigt 12 Euro. Auch einen Shuttle-Bus zu den einzelnen Locations soll es geben. Alle teilnehmenden Häuser sind durch kostenfreie Shuttle-Busse miteinander verbunden, die im zehn- bis 15-Minutentakt fahren. Die historischen Straßenbahnen, die am Graf-Adolf-Platz losfahren, bringen die Besucher direkt nach Neuss zur Landesgartenschau und zum Rheinischen Landestheater. In vielen teilnehmenden Häusern werde außerdem Gastronomie angeboten, jede Location arbeite aber ihr eigenes Programm aus.