Die EU-Kommission hat ihre Strategie zur Bekämpfung von Waldbränden vorgestellt. Ein Kompetenzzentrum in Zypern soll die Aktivitäten der Feuerwehren unterstützen.
Dass Europa der sich weltweit am schnellsten erwärmende Kontinent ist, hat auch für die Bereitschaftsdienste der Europäischen Union handfeste Konsequenzen. Je heißer und je trockener es in den Sommermonaten wird, desto größer die Gefahr von verheerenden Waldbränden – und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die nationalen Feuerwehren der EU-Mitgliedstaaten von den Dimensionen der Naturkatstrophen überfordert sind.
Die neue Strategie zur Bekämpfung der zunehmenden Bedrohung durch Waldbrände, die von der EU-Kommission am Mittwoch präsentiert wurde, trägt dieser bedrohlichen Entwicklung Rechnung. Demnach wird die Brüsseler Behörde die fliegende Krisenfeuerwehr der EU um zwölf Löschflugzeuge und fünf Löschhubschrauber erweitern.
Die Luftflotte ist Teil des 2019 etablierten rescEU-Programms, das aus dem Zivilschutzmechanismus der EU hervorgegangen ist: Dabei handelt es sich um eine strategische Reserve, zu der neben dem Fluggerät unter anderem auch medizinische Ausrüstung, Notstromaggregate und Geräte zur Dekontamination (bei atomarer Bestrahlung oder chemischer Verseuchung) zählen, und auf die Unionsmitglieder in Not zugreifen können. „Der erste Hubschrauber der rescEU-Flotte, der im Jänner 2026 nach Rumänien geliefert wurde, wird für die Waldbrandsaison 2026 bereit sein“, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.
Ein neu gegründetes europäisches Zentrum für Brandbekämpfung, das in Zypern eingerichtet wird, soll künftig „als regionales Zentrum für Ausbildung, Übungen und Saisonbereitschaft“ dienen, hieß es weiter. Generell werden die rescEU-Ressourcen auf insgesamt 22 Mitgliedstaaten verteilt – um eine rasche Verfügbarkeit in allen Teilen der EU zu gewährleisten. Der neue Stützpunkt in Zypern soll einerseits einen Teil der Ausrüstung lagern und bereithalten, und andererseits als Zentrum für den Aufbau von Kompetenzen bei der Bekämpfung von Waldbränden fungieren.
Zu guter Letzt soll auch Copernicus, das satellitengestützte Erdbeobachtungsprogramm der EU, eine Rolle spielen. Demnach sollen Copernicus-Satelliten Teil eines Europäischen Waldbrandinformationssystems werden, das mit dem Zweck entwickelt werden soll, Brandherde frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.
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