Ergänzend zu den beschlossenen Maßnahmen hat das polnische Klima- und Umweltministerium am 16. März 2026 ein Pilotprogramm gestartet. Über einen offenen Aufruf können sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten mit innovativen Technologien zur Entsalzung von Bergbauabwässern bewerben.
Über den Nationalen Fonds für Umweltschutz und Wassermanagement werden dafür bis zu 68 Millionen polnische Zloty (knapp 16 Mio. Euro) bereitgestellt. Gesucht werden insbesondere Verfahren, die weniger energieintensiv und kostengünstiger sind als bisherige Entsalzungstechnologien und sich unter realen industriellen Bedingungen einsetzen lassen.
Zusätzlich plant Polen den Ausbau der Überwachung: Bereits 2026 sollen weitere Messsonden entlang der Oder installiert werden, um frühzeitig auf kritische Entwicklungen reagieren zu können.
Derzeit gelangen täglich rund 6.000 Tonnen Salz in die Oder. Der hohe Salzgehalt gilt als wesentlicher Faktor für den schlechten ökologischen Zustand des Flusses und die wiederholten Algenblüten.