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Passau – Es ist ein Paukenschlag auf dem deutschen Mode-Markt: Olymp schnappt sich die Markenrechte des bekannten Hemden-Herstellers Eterna. Jahrzehnte waren die beiden Unternehmen Konkurrenten. In den Geschäften von Eterna startet der Ausverkauf.
Eterna hatte Mitte Dezember 2025 Insolvenz angemeldet und jüngst die Einstellung des Geschäftsbetriebs zum Sommer 2026 bekannt gegeben.
„Wir haben großen Respekt vor der unternehmerischen Leistung unseres langjährigen Marktbegleiters Eterna, der den deutschen und europäischen Hemden-Markt jahrzehntelang mit Olymp geprägt hat“, so Mark Bezner, Inhaber und CEO der Olymp Bezner-Gruppe aus Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), in einer Mitteilung.
Was jetzt aus der Marke wird
Der Olymp-Chef weiter: „Wir prüfen bereits verschiedene Szenarien, wie wir die Marke Eterna für die vielen treuen Markenanhänger und Handelspartner wieder erfolgreich im Markt etablieren können.“

Eterna ist ein traditionsreicher deutscher Hersteller für hochwertige Hemden und Blusen
Foto: picture alliance/Snowfield Photography
Unterdessen hat die Modemarke mit dem Räumungsverkauf in ersten Filialen begonnen, schreibt der Münchner Merkur. Mehrere Medien berichten, dass es in Bonn und Wiesbaden schon Abverkäufe gibt. Auch in Nürnberg hängen Hinweisschilder an den Schaufenstern eines Geschäftes mit der Aufschrift „Alles muss raus“ und „3 Blusen 99 Euro“.
Mitarbeiter erhielten ihre Kündigungen
Nach 163 Jahren ist das Ende der Eterna-Unternehmensgeschichte besiegelt. Nach BILD-Informationen waren zuletzt rund 400 Mitarbeiter bei der Mode-Kette beschäftigt. Sie haben ihre Kündigungen zum 30. Juni 2026 erhalten. Bundesweit betreibt das Unternehmen 33 Läden, weltweit wurden tausende Händler beliefert.
Der Online-Shop des deutschen Modeherstellers Eterna ist nicht länger aktiv. „Neue Bestellungen sind daher derzeit leider nicht mehr möglich“, heißt es auf der Internetseite. Zudem steht dort ein Hinweis, dass in den Stores noch bis Ende Juni eingekauft werden kann.

Mark Bezner, Inhaber und CEO des deutschen Bekleidungsherstellers Olymp
Foto: picture alliance/dpa
Das sagt der Insolvenzverwalter
Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas Flöther zu BILD: „Wir versuchen zurzeit, für einen kleinen Teil der Filialen einen Kaufvertrag mit einem Interessenten zu schließen, der ggf. auch einige Mitarbeiter übernehmen könnte.“
Eterna hatte zunächst Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Doch es fand sich kein Investor für das Unternehmen. Die Lage in der Mode-Branche ist schwierig. So meldete u.a. auch bereits die bekannte Mode-Kette Wormland Insolvenz an. Einen harten Einschnitt gibt es aktuell auch beim Mode-Discounter KiK: Europaweit sollen 300 KiK-Filialen schließen. Einer der Gründe ist die Konsum-Zurückhaltung der Menschen bei zugleich steigenden Kosten – auch für Unternehmen.