
AUDIO: Nachrichten aus dem Studio Kiel 9:30 Uhr – 24.03.2026 (2 Min)
Stand: 24.03.2026 11:18 Uhr
Das Landgericht Kiel hat am Montag einen 18-Jährigen wegen mehrerer Messerangriffe im Stadtteil Gaarden im vergangenen Mai verurteilt. Er wird in einer Psychiatrie untergebracht.
Da der junge Mann die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen habe, ordnete die Strafkammer die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Dort war er laut Gericht bereits seit der Festnahme untergebracht. Das Verfahren am Landgericht Kiel war nicht-öffentlich, da der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war.
Kiel-Gaarden: Fünf Messerangriffe in drei Tagen
Insgesamt hatte es laut Polizei zwischen dem 27. und 29. Mai 2025 fünf Messerangriffe im Kieler Stadtteil Gaarden gegeben, bei denen alle Opfer schwer verletzt wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte in vier Fällen Anklage gegen den jungen Mann erhoben. Die zuständige Strafkammer sah in einem Fall versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und in zwei weiteren Fällen gefährliche Körperverletzung.
Politik reagiert mit Kontrollen
Die Serie der Messerangriffe hatte die Menschen in Gaarden verunsichert. Die Polizei reagierte nach den Taten mit vermehrten Waffenkontrollen. Inzwischen hat die Stadt Kiel in Gaarden-Ost außerdem eine Waffenverbotszone angekündigt. Im Bereich Vinetaplatz, Elisabethstraße, Karlstal sowie den angrenzenden Straßen bis zur Gaardener Brücke soll das Tragen und Mitführen von Waffen jeglicher Art voraussichtlich ab April verboten sein.
Sobald die Schilder an den Orten aufgehängt sind, tritt die Verordnung in Kraft. Der Bereich in Gaarden wurde nach Auswertung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik als Ort mit durchschnittlich erhöhter Kriminalität eingestuft, wie die Stadt mitteilte. Außerdem seien dort in den Bereichen besonders viele Menschen unterwegs.

Bei fünf Messerangriffe in drei Tage sind die Opfer laut Polizei zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. In einem Fall wurde der Tatverdächtige festgenommen.

Im Fokus stehen drei Orte mit erhöhter Kriminalität. Dort soll das Führen von Waffen und Messern ab April verboten sein.

Aus der Kriminalstatistik 2025 geht außerdem hervor, dass es einen Anstieg auch bei häuslicher Gewalt gegeben hat.
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