Newsblog zum Krieg in der Ukraine
England will Schiffe von Putins Schattenflotte entern
Aktualisiert am 26.03.2026 – 02:46 UhrLesedauer: 8 Min.
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Im Video: Angriff auf Weltkulturerbe (Quelle: t-online)
London gibt der Armee die Erlaubnis, Schiffe der Schattenflotte zu entern. In Charkiw sterben Zivilisten bei einem Angriff. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die britische Regierung hat der Armee des Landes die Erlaubnis erteilt, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern und zu beschlagnahmen. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe zugestimmt, „dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden nun Schiffe stoppen können, die vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurden und britische Gewässer durchqueren“, teilte die britische Regierung am Mittwoch mit.
Großbritannien erhöhe den Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin, erklärte Downing Street. London werde „die Schattenflotte weiter in die Zange nehmen, indem es britische Gewässer, einschließlich des Ärmelkanals, für sanktionierte Schiffe sperrt“. Das werde die Betreiber der Schiffe „zwingen, entweder auf längere, finanziell schmerzhafte Routen auszuweichen oder zu riskieren, von britischen Kräften festgesetzt zu werden.“
Bei russischen Angriffen auf die nordostukrainische Stadt Charkiw und die umliegende Region kommen zwei Menschen ums Leben. Eine in der Stadt verletzte Frau erliegt ihren Verletzungen im Krankenhaus, teilen die Staatsanwälte der Region auf Telegram mit. Eine russische Drohne tötet einen Mann in seinem Auto in einem Bezirk näher an der Grenze. Insgesamt werden neun Menschen bei Angriffen auf zwei Stadtbezirke verletzt. Die rund 30 Kilometer von der Grenze entfernte Stadt ist häufiges Ziel russischer Angriffe. Im südwestukrainischen Donauhafen Ismail werden bei einem Angriff Hafen- und Energieanlagen beschädigt, melden örtliche Behörden.
Auf russischer Seite meldet der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, zwei Tote durch ukrainische Drohnenangriffe – einen 18-jährigen Motorradfahrer in einem grenznahen Dorf und eine Autofahrerin in der Stadt Graiworon. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt mit, 17 ukrainische Drohnen seien am Mittwoch auf dem Weg in die Hauptstadt abgefangen und zerstört worden.
Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben der Regierung von Simbabwe 15 Staatsangehörige des Landes ums Leben gekommen, die für Russland gekämpft haben. Die Männer seien unter falschen Versprechungen angeworben worden, sagt Informationsminister Zhemu Soda. Er spricht von Menschenhandel, der unter anderem über soziale Medien laufe. Weitere 16 Simbabwer seien aus dem Kriegsgebiet zurückgekehrt und würden medizinisch versorgt. Die russische Botschaft in der Hauptstadt Harare lehnt eine Stellungnahme ab.
Regelmäßig greifen ukrainische Drohnen Russland an, die Flugabwehr ist nervös. Das wurde nun einem Hobbypiloten und seinem Passagier zum Verhängnis. Mehr dazu lesen Sie hier.