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An der Zapfsäule gehen die Preise endlich ein wenig nach unten. Doch eine Entwarnung gibt es bisher nicht. Der Krieg im Iran bleibt unberechenbar.

München – Es ist ein kleiner Schritt, aber seit Tagen ein erstes gutes Zeichen an den Tankstellen. Der durchschnittliche Preis für Diesel und Benzin ist laut Daten des ADAC am Dienstag (24. März) zumindest leicht gesunken. Seit elf Tagen war das beim Diesel die erste Abwärtsbewegung – knapp vor einem neuen Allzeithoch. Der höchste Preis wurde während der Energiekrise 2022 erreicht. Zuletzt war nicht sicher, ob dieser erneut überschritten werden könnte.

Spritpreise Eine kleine Abwertsbewegung bei den Spritpreisen. Doch damit ist die Kriese noch nicht überstanden. (Symbolbild) © Robert Michael/dpaLeichter Preissturz bei Diesel und Benzin – Iran-Krieg könnte Kosten aber weiter treiben

Laut dem ADAC ist der Preis für Diesel im Bundesdurchschnitt um 2,2 Cent auf 2,288 Euro gefallen. Damit wurde der Abstand zum Rekordwert 2022 auf 3,3 Cent ausgebaut. Trotzdem liegt er immer noch rund 54 Cent über dem Preis vor dem Iran-Krieg. Super E10 wurde dagegen um etwa einen Cent günstiger als noch am Montag und kostet laut dem Autoklub durchschnittlich 2,074 Euro. E10 liegt damit deutlich unter dem Preis von 2022, hat sich aber im Vergleich zum Vorkriegswert um fast 30 Cent verteuert.

Grund für den heftigen Anstieg der Spritpreise ist der andauernde Krieg im Iran. Die USA und Israel hatten das Land in einer gemeinsamen Militäraktion angegriffen. Als Reaktion hat die iranische Revolutionsgarde die Meerenge von Hormus, einen der wichtigsten Schifffahrtswege für den Transport von Öl und Gas, gesperrt. Dadurch stiegen die weltweiten Preise für fossile Energieträger rapide an.

Zuletzt hatten sich die Weltmarktpreise wegen einer Aussage von US-Präsident Donald Trump leicht nach unten bewegt. Der MAGA-Republikaner hatte angekündigt, für einen Zeitraum von fünf Tagen keine Energieanlagen im Iran angreifen zu wollen. Trotzdem sind die Ölpreise danach wieder auf mehr als 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Wie es bei den Tankstellenpreisen weitergeht, kann also aktuell nicht sicher gesagt werden.

Bundesregierung plant Maßnahmen gegen hohe Spritpreise – Österreich-Modell kriselt

Um die weiterhin hohen Kosten für Benzin und Diesel abzufedern, plant die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) eine Reihe von Maßnahmen. Im Kern des „Spritpreispakets“ soll es Tankstellen verboten werden, öfter als einmal pro Tag die Preise an der Zapfsäule anzuheben. Ein ähnliches System gibt es auch in Österreich. Preissenkungen sollen dagegen immer erlaubt sein.

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Doch an der Funktionalität dieses Systems gibt es erhebliche Zweifel. Wie der ADAC auf Anfrage des Münchner Merkurs von Ippen.Media erklärte, könnte das dazu führen, dass die Mineralölkonzerne einfach von vornherein höhere Preise ansetzen. Außerdem steigen auch in Österreich aktuell die Spritpreise – trotz der Reglementierung der Preiserhöhung. Laut dem ORF haben die Kosten am Dienstag erneut angezogen. Nun plane die Regierungsspitze um ÖVP-Kanzler Christian Stocker eine Senkung der Preise für Benzin und Diesel. (Quellen: dpa, ADAC, ORF) (nhi)