Rote Funken auf der Wiesn

Karnevalisten nehmen am Trachten- und Schützenzug teil

26.03.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Trachten- und Schützenzug am Oktoberfest in München (Archivbild): Im Jahr 2026 kommt Besuch aus der Karnevalshochburg Köln.Vergrößern des Bildes

Trachten- und Schützenzug am Oktoberfest in München (Archivbild): Im Jahr 2026 kommt Besuch aus der Karnevalshochburg Köln. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

80 Kölner in Uniform beim Münchner Trachtenumzug – und eine Regel, die das Karnevalskorps vor eine echte Herausforderung stellt.

Zum Oktoberfest reisen Menschen aus aller Welt nach München – in diesem Jahr bringt eine prominente Gruppe ihren eigenen Brauch mit: Die Roten Funken, ein Traditionskorps des Kölner Karnevals mit Wurzeln bis ins Jahr 1823, nehmen am Trachten- und Schützenzug teil.

80 Funken in ihrer charakteristischen Uniform sollen am Eröffnungswochenende gemeinsam mit mehr als 9.000 Teilnehmenden vom Maximilianeum zur Theresienwiese ziehen – ein Zug, den jedes Jahr Zehntausende Zuschauer entlang der Strecke verfolgen. Für das Kölner Korps gelten dabei Regeln, die es vom heimischen Rosenmontagszug so nicht kennt: „Wir haben eine klare Marschordnung erhalten, in der bis zur Schrittgeschwindigkeit alles genau geregelt ist“, erklärt Vizepräsident Boris Müller, selbst früherer Kölner Prinz.

Die Reise beginnt am 18. September in Garmisch-Partenkirchen – mit einem Abstecher auf die Zugspitze, wo die Funken im Münchner Haus einen Frühschoppen feiern. Für das Korps ist das ein bewusstes historisches Echo: Bereits 1955 präsentierten die Roten Funken dort den Kölner Karneval.

Den offiziellen Rahmen unterstreicht ein abschließender Empfang in der bayerischen Staatskanzlei. Müller sieht die Tour als Kulturauftrag: „Wenn es zwei Feste in Deutschland gibt, die weltweit deutsches Brauchtum repräsentieren, dann sind das der Kölner Karneval und das Münchner Oktoberfest.“