Trachten- und Schützenzug

Kölner Funken ziehen aufs Oktoberfest

26.03.2026 – 07:09 UhrLesedauer: 1 Min.

Rote Funken beim Funkenbiwak auf dem Neumarkt (Archivfoto): Einer der Gardisten ist bestohlen worden.Vergrößern des Bildes

Rote Funken beim Funkenbiwak auf dem Neumarkt (Archivfoto): Im Herbst geht es erst auf die Zugspitze und dann zum Oktoberfest. (Quelle: Hardt/imago-images-bilder)

Die Roten Funken reisen zum Oktoberfest – und wiederholen dabei eine Zugspitze-Reise, die 71 Jahre zurückliegt. Was ihnen in München streng verboten ist.

71 Jahre nach ihrer Reise auf die Zugspitze wiederholen die Roten Funken aus Köln dieses Abenteuer – und verbinden es mit einem besonderen Ausflug: Das Kölner Traditionskorps nimmt am Trachten- und Schützenzug beim Münchner Oktoberfest teil.

Am Eröffnungswochenende der Wiesn ziehen 80 Funken in Uniform gemeinsam mit mehr als 9.000 Teilnehmern von Trachtengruppen und Schützenvereinen vom Maximilianeum zur Theresienwiese – zu Fuß und in Kutschen, vor zehntausenden Zuschauern. Für die Kölner gelten dabei ungewohnt strenge Regeln: „Im Gegensatz zum Rosenmontagszug haben wir kein Wurfmaterial, dürfen nicht ausscheren und nicht wibbeln“, erklärt Vizepräsident Boris Müller, selbst früherer Kölner Karnevalsprinz.

Die Reise beginnt am 18. September. Tags nach der Ankunft in Garmisch-Partenkirchen geht es in Uniform auf 2.959 Meter Höhe – mit Frühschoppen im Münchner Haus. „Das wird bestimmt ein beeindruckendes Bild, wenn wir in 2.959 Meter Höhe mit unserem Tanzpaar, Musikzug und allen Funken in Uniform feiern“, sagt Müller. Bereits im Januar 1955 hatten die Roten Funken auf der Sonnenterrasse des Schneefernerhauses den Kölner Karneval präsentiert.

Die Reise versteht das Korps als offiziellen Kulturauftrag. „Wenn es zwei Feste in Deutschland gibt, die weltweit deutsches Brauchtum repräsentieren, dann sind das der Kölner Karneval und das Münchner Oktoberfest“, sagt Müller. Den Abschluss bildet ein Empfang in der bayerischen Staatskanzlei.