Entdeckung in Maastricht

Sensationsfund? Archäologen finden Skelett – Musketier vermutet

26.03.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 1 Min.

NETHERLANDS-MUSKETEERS/Vergrößern des Bildes

Loch im Kirchenboden in Maastricht: Möglicherweise wurde ein bedeutendes Skelett gefunden. (Quelle: Piroschka Van De Wouw)

Bei Arbeiten im Hauptschiff einer Kirche in Maastricht stoßen Archäologen auf ein Skelett, das möglicherweise dem Musketier-Kommandeur D’Artagnan gehört.

In der niederländischen Stadt Maastricht bei Aachen ist bei Reparaturarbeiten in einer Kirche möglicherweise das Skelett des französischen Musketier-Kommandeurs Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan entdeckt worden. Das berichtete der Sender „L1 Nieuws“ am Mittwoch.

Die Gebeine seien im Hauptschiff der Kirche gefunden worden, deren Ursprung bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Das Skelett kam nach dem Einsturz des Fußbodens einer modernen Kirche im Februar zum Vorschein. Derzeit werde der Fund in einem archäologischen Institut in Deventer untersucht.

D’Artagnan war ein Adliger aus der französischen Gascogne, der im Dienst der französischen Krone stand. Er starb 1673 während der Belagerung von Maastricht durch Truppen unter König Ludwig XIV., als er von einem Schuss getroffen wurde. Sein genaues Grab war bislang unbekannt.

Mehrere Hinweise sprechen für die Identität der Gebeine: In der Nähe des Skeletts wurde eine französische Münze entdeckt, berichtete Diakon Jos Valke, der die Ausgrabungen begleitet hat. Außerdem deutet der Fundort unter dem früheren Altar auf eine bedeutende Persönlichkeit hin. Valke erklärte, dass zu jener Zeit nur Mitglieder des Königshauses oder andere prominente Personen unter einem Altar bestattet wurden.

Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan inspirierte im 19. Jahrhundert den Schriftsteller Alexandre Dumas zu seinem Helden im Roman „Die drei Musketiere“. Die Figur ist durch zahlreiche Verfilmungen bis heute weltweit bekannt.