Evertz Wir setzen ja bei all unserem Engagement auf Dialog. Wir wollen ja, dass sich etwas bewegt. Es ist nicht unsere Art, Menschen anzufeinden oder wütend zu agieren. Wir stellen lieber Fragen, mit denen sich auch andere identifizieren können. So kann man Menschen miteinander ins Gespräch bringen und dadurch kann sich etwas verändern. Wir hatten dann die kreative Idee, auf der Buchmesse nach dem Verbleib von Herrn Weimer zu fragen, der ja alle Termine der Begegnung abgesagt hat. Das hat nicht nur für viel Anklang gesorgt, sondern auch Freude gemacht. Damit haben wir vielen Kollegen und Kolleginnen aus dem Herzen gesprochen und deutlich gemacht, dass wir immer noch erheblichen Gesprächsbedarf haben. Die Forderung nach Transparenz werden wir auch weiter stellen.
Johannsen Wir können ja auch feststellen, dass der andauernde Protest zu ersten Ergebnissen führt. Dass es am Freitag, den 20. März, eine Aktuelle Stunde im Bundestag zum Eingreifen von Kulturstaatsminister Weimer in das Vergabeverfahren des deutschen Buchhandlungspreises gab, war ein notwendiges Zwischenergebnis. Wichtig ist, dass da jetzt drangeblieben wird. Denn es geht um etwas Grundsätzliches, das weit über den Buchhandel und die Kulturlandschaft hinausgeht. Es geht unter anderem um die Frage: Wie intransparent dürfen Ministerien agieren? Wir fordern, dass die Bundesregierung hierzu klar Stellung bezieht.