Lärm, Müll und „Gefahrensituationen“ – ein Anwohner der Tußmannstraße in Pempelfort hat im Anregungs- und Beschwerdeausschuss seine Beobachtungen dargelegt und Verbesserungen eingefordert.
Der Anwohner hatte für die Ausschuss-Mitglieder eine Liste vorbereitet, in denen er über Wochen minutiös festgehalten hat, welche Verfehlungen er an den Papier-, Glas- und Altkleider-Containern beobachtet habe. „Lautes Scheppern, wiederholte Würfe“, sind da notiert, Lautstärke: „sehr laut“. Die Uhrzeit ist mit 19.22 Uhr angegeben, also nach dem Ende der eigentlich erlaubten Einwurfzeit. Es gibt weitere Einträge mit ähnlichem Betreff, allein am besagten Abend sind es sechs, der letzte von 21.51 Uhr, auch zu der Zeit wurde „lautes Scheppern“ und „wiederholte Würfe“ notiert. Weitere Einträge von anderen Tagen dokumentieren außerdem „laute Rufe“ oder „Unterhaltung am Container“, manchmal sei auch „unser einjähriges Kind erwacht“. Neben der Lärmbelastung seien zudem „Vermüllung und Hygieneprobleme“ an der Tagesordnung, etwa durch widerrechtliches Abstellen von Sperrmüll und die „wiederholte Nutzung als öffentliche Toilette“. Gefährlich sei es besonders bei einem – mit Fotos dokumentierten – Brand mit starker Rauchentwicklung geworden.
Der Bürger fordert, diese „unzumutbare Belastung“ zu beenden. Kurzfristig müssten Maßnahmen zur Lärm- und Nutzungseinschränkung ergriffen werden, etwa die Einwurfzeiten stärker kontrolliert sowie „technische Sicherungen vorgenommen werden“. Mittelfristig müsse außerdem die Containeranlage verlagert werden, „auf geeignete, wohnferne Flächen“, etwa Supermarktparkplätze.
Von der Verwaltung hieß es in der Ausschusssitzung, man habe die Lage an der Tußmannstraße beobachtet und dabei auch vereinzelt Verstöße festgestellt. Grundsätzlich sei der Standort einer, bei dem ein Abzug der Container langfristig infrage komme. Bisher schienen diese an der Stelle aber noch benötigt zu werden. Ein Problem sei tatsächlich, dass sich eine Art Gasse zwischen den unterschiedlichen Container bilde, die dann offenbar zur Müllablagerung einlädt. Es werde daher geprüft, ob die Anordnung der Container verändert werden kann. Außerdem werde ein Ermittlungsteam die Station weiterhin beobachten.