Viele Romane verfälschen das Bild von der Wirklichkeit. Natürlich nicht inhaltlich, aber sprachlich irgendwie. Die Menschen in Romanen reden in vollständigen und schönen und grammatikalisch total korrekten Sätzen. Sie denken auch in vollständigen und schönen und grammatikalisch total korrekten Sätzen. Claudio Ghin zumindest denkt und redet so nicht. Der Gladbacher Autor probiert so zu schreiben, wie sein Gehirn arbeitet: Intuitiv und irgendwie auch ein bisschen gnadenlos. Viel „Brrrrrr. DUUUUUt.“ und „Bingdibingdiebing“ ist in seinen Texten. Wenn Claudio Ghin diesen Einstieg selbst geschrieben hätte, dann wären da auf jeden Fall deutlich mehr Punkte – und deutlich weniger Gedankenstriche.