06:53 UhrNahost-Krieg belastet Asien-Börsen

Die anhaltende Eskalation im Nahost-Krieg behält die asiatischen Börsen fest im Griff. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 53.446,35 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,3 Prozent höher bei 3652,88 Zählern notiert. Die chinesischen Börsen zeigen sich widerstandsfähiger: Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 3899,12 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,4 Prozent auf 4495,52 Punkte.

Die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe schwindet, nachdem der Iran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts als einseitig zurückgewiesen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor sein Ultimatum für Angriffe auf iranische Kraftwerke um zehn Tage verschoben. „Die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten werden am Wochenende nicht abreißen, sodass wir von einer weiteren risikoscheuen Woche ausgehen können“, sagt Analyst Sean Callow von ITC Markets. In Japan plant das Industrieministerium derweil, die Kohleverstromung auszuweiten, um drohende Engpässe bei Flüssiggas-Importen abzufedern.

Analysten der Bank Citi warnen, dass Asien wegen seiner Abhängigkeit von importierten Brennstoffen besonders starkem Gegenwind ausgesetzt sei. Südkorea verhängte bereits ein Exportverbot für Naphtha, weshalb der Chemiekonzern LG Chem Anlagen vorübergehend schließen musste. Dies macht die rohstoffabhängigen Märkte wie Japan und Südkorea zu den Verlierern der Woche.

06:34 UhrChinas Indstriegewinne steigen kräftig

Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen sind zu Beginn des Jahres 2026 kräftig gestiegen. Es sind Anzeichen für eine Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, auch wenn der Krieg in Nahost das globale Wachstum derzeit bedroht. Wie das nationale Statistikamt mitteilte, kletterten die Gewinne in den ersten beiden Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,2 Prozent. Im gesamten vergangenen Jahr hatte das Plus 0,6 Prozent betragen. Die Daten umfassen Unternehmen mit einem Jahresumsatz aus ihrem Hauptgeschäft von mindestens 20 Millionen Yuan (2,90 Millionen Dollar).

06:17 UhrDas ist los im frühen Devisenhandel

Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt, auch wenn er zum Yen leicht nachgibt. Im asiatischen Handel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 159,57 Yen. Zur chinesischen Währung legt er leicht auf 6,9128 Yuan zu, und zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7951 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zieht um 0,1 Prozent auf 0,9175 Franken an. Marktbeobachter rechnen mit Interventionen, sollte der Yen die Marke von 160 pro Dollar erreichen. 

06:00 UhrFür Anleger wird es heute sehr interessant

Zur Wochenmitte hat der Dax noch knapp unter der 23.000er-Marke geschlossen. Das gestrige Geschäft beendete der deutsche Börsenleitindex dann mit 22.613 Zählern. Ein Tagesminus von 1,5 Prozent. Und dennoch deutet sich ein Wochenplus an. Allerdings ist nach wie vor eine große Unsicherheit im Markt, getriggert vom Iran-Krieg und der Achterbahnfahrt bei den Ölpreisen.

Die turbulent gestartete Handelswoche endet terminlich betrachtet ruhig, aber für Anleger durchaus interessant. Denn der Bundestag will eine grundlegende Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschließen. Die seit 2002 bestehende Riester-Rente wird durch ein neues System abgelöst, das renditestärker, einfacher und kostengünstiger sein soll. Kern der Reform ist die Abkehr von starren Beitragsgarantien, um höhere Renditen am Kapitalmarkt zu ermöglichen. Zudem werden die staatliche Förderung vereinfacht, der Kreis der Förderberechtigten auf Selbstständige erweitert und die Zulagen für Familien erhöht. Erstmals soll auch ein öffentlicher Träger neben privaten Finanzinstituten ein Altersvorsorgedepot anbieten. Die neuen Regelungen sollen zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.