Die Preise für Brent-Rohöl steigen am Donnerstag im laufenden Handel über 105 US-Dollar pro Barrel und kassieren damit den Rückgang vom Vortag ein. Hintergrund waren widersprüchliche Aussagen der USA und des Irans zu den Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts, der die globalen Energiemärkte erschüttert hat. 

Der Iran erklärte, er habe keine Absicht, Gespräche mit den USA aufzunehmen und werde einen vorgeschlagenen Waffenstillstand ablehnen. Stattdessen forderte er seine eigenen Bedingungen, darunter die souveräne Kontrolle über die Straße von Hormus.

Die Ölpreise sind im Vergleich zur Zeit vor den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran am 28. Februar um mehr als 40 Prozent gestiegen. Dies veranlasste zahlreiche Länder, Treibstoffrationierungen und andere Energiesparmaßnahmen einzuführen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Preise weiter steigen werden, solange die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht wieder ungehindert möglich ist. 

Dies gilt trotz der Bemühungen der Länder, die Versorgung durch die Nutzung von Notfallreserven in Abstimmung mit der Internationalen Energieagentur zu erhöhen. Der Iran erklärte, er habe keine Absicht, Gespräche mit den USA aufzunehmen und werde einen vorgeschlagenen Waffenstillstand ablehnen. Stattdessen forderte er eigene Bedingungen, darunter die souveräne Kontrolle über die Straße von Hormus. 

Das Weiße Haus bekräftigte unterdessen, die Friedensbemühungen dauerten an. Washington habe dem Iran Berichten zufolge über Pakistan einen 15-Punkte-Vorschlag zur Beilegung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße übermittelt. Die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus hat die globalen Öllieferungen massiv beeinträchtigt und zu einem Verlust von Millionen Barrel täglicher Ölversorgung geführt. 

Während einige Schiffe weiterhin unter iranischem Schutz die Straße passieren, kämpfen US-Verbündete im asiatisch-pazifischen Raum, darunter Südkorea, Australien und die Philippinen, mit einer sich verschärfenden Treibstoffknappheit.