Einen kuriosen Zwischenstopp hat ein Autofahrer am Donnerstag auf der A 6 bei Wendelstein (Landkreis Roth) eingelegt. Nach einem Unfall hielt er an, um eine Bierflasche und ein Cocktailglas am Seitenstreifen abzustellen. Später wehrte er sich dann gegen die Blutabnahme, wie die Polizei berichtet.

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Zuvor war ein 61-Jähriger gegen 21 Uhr mit seinem Mercedes-Kleintransporter auf der rechten Fahrspur der zweispurigen Tangente am Autobahnkreuz Nürnberg-Süd, von der A 73 in Fahrtrichtung Feucht kommend, auf die A 6 Richtung Heilbronn gefahren. Dort wurde er vom 43-jährigen Fahrer eines VW überholt, wobei es zu einem leichten Zusammenstoß der Fahrzeuge kam. Verletzt wurde hierbei niemand, es entstand ein Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich.

Atemalkoholtest ergibt 1,6 Promille

Wenige Kilometer später auf der A 6 hielten beide Fahrer am Seitenstreifen. Der 43-Jährige stellte hierbei jedoch lediglich eine Bierflasche und ein Cocktailglas am Seitenstreifen ab und entfernte sich hiernach, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen, berichtet die Polizei.

Bei der eingeleiteten Fahndung konnte der Mann auf der A 6 im Dienstbereich der Verkehrspolizei Ansbach angetroffen und einer Kontrolle unterzogen werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,6 Promille. Als Konsequenz wurde die Weiterfahrt unterbunden, der Führerschein des Mannes beschlagnahmt und eine Blutentnahme zur gerichtsfesten Bestimmung des Blutalkoholwertes angeordnet.

Bei der Blutentnahme durch einen hinzugezogenen Arzt sperrte sich der Mann und versuchte, sich loszureißen. Als Konsequenz musste er gefesselt und mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht werden, schreibt die Polizei. Nach der Fesselung konnte die Blutentnahme letztendlich ohne weitere Vorkommnisse durchgeführt werden. Gegen den 43-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

HK