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Berlin – Die Deutsche Bahn rutscht immer tiefer in die Krise. 2025 machte der Staatskonzern ein Minus von 2,3 Milliarden Euro – und damit rund 500 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Zwar gab es leichte Fortschritte im Tagesgeschäft, doch die Gesamtlage bleibt weiterhin dramatisch. Hauptgrund für das Milliardenloch sind Abschreibungen von 1,4 Milliarden Euro im Fernverkehr. Dahinter steckt ein grundlegendes Problem: Das marode Schienennetz sorgt weiter für Verspätungen – und bremst damit das Geschäft.
Für Fahrgäste wird es nicht besser
Die Bahn geht selbst davon aus, dass sich die Lage nur sehr langsam verbessert. Die Generalsanierung soll sich bis 2036 ziehen. Für Fahrgäste heißt das: noch viele Jahre Baustellen, Ausfälle und Verspätungen. Schon 2025 kamen nur 60,1 Prozent der ICEs pünktlich an – schlechter als im Jahr davor. Gleichzeitig fehlt dem Konzern jetzt ein wichtiger Gewinnbringer: Die Logistik-Tochter Schenker wurde verkauft. Zwar konnte die Bahn damit ihre Schulden deutlich senken, um knapp 12 Milliarden auf 20,7 Milliarden Euro. Doch die stabilen Gewinne aus dem Logistikgeschäft fallen künftig weg.
Bahn spricht von Trendwende
Trotz des hohen Verlusts sieht sich die Bahn selbst auf einem besseren Weg. Operativ, also im Tagesgeschäft, wurde erstmals seit Jahren wieder ein Gewinn im Unternehmen erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 297 Millionen Euro. Auch der Umsatz legte zu und stieg um rund drei Prozent auf 27 Milliarden Euro. Die Bahn spricht von einer Trendwende, obwohl der Verlust weiter gestiegen ist. Besonders problematisch: Ausgerechnet im Fernverkehr, also bei ICE und IC, rechnet der Konzern langfristig mit schwächeren Geschäften.
Bahnchefin Evelyn Palla macht aber klar, dass das nicht reicht: „Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel.“ Unterm Strich bleibt die Lage angespannt. Die strukturellen Probleme im Netz belasten weiter das Kerngeschäft – und eine schnelle Entlastung ist nicht in Sicht.