Mit dem Geschäftsjahr 2025 ist der Vorstand der Sparkasse Duisburg/Kamp-Lintfort mehr als zufrieden. Kein Wunder, denn das Institut kann auf das drittbeste Ergebnis seiner Geschichte zurückblicken. Nur 2023 und 2024 war die Sparkasse noch erfolgreicher gewesen. „Unsere Stärke zeigt sich gerade in herausfordernden Zeiten – und sie kommt direkt der Region zugute“, erklärte Sparkassen-Chef Joachim Bonn im Rahmen der Vorstellung der Geschäftsbilanz mit einer Bilanzsumme von rund sieben Milliarden Euro für das vergangene Jahr. Er stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Helge Kipping und Marcus Budinger vor.

Einen regelrechten Boom gab es bei den Baufinanzierungen. Sie stiegen zweistellig um 12,5 Prozent auf 234 Millionen Euro und belegen den Aufwärtstrend im Immobilienbereich, den in dieser Woche bereits der aktuelle Grundstücksmarktbericht bestätigt hatte (die RP berichtete). Bei zehnjähriger Zinsbindung liegen die Bauzinsen im privaten Bereich etwa bei 3,6 bis vier Prozent. Neubautätigkeiten, so stellte Helge Kipping fest, gebe es hauptsächlich im Duisburger Süden, und dort meist über Bauträger oder Investoren.

Öffentlich geförderter Wohnungsbau spiele kaum eine Rolle, und frei finanzierter Mietwohnungsbau lohne sich oft nicht: „Dann müsste die Kaltmiete am Ende bei 18 Euro pro Quadratmeter liegen. Das kann man vielleicht in Düsseldorf-Oberkassel verlangen, aber nicht in Duisburg“, so Kipping.

Auch der Kreditbestand (rund 5,4 Milliarden Euro, plus 183 Millionen), die Kundeneinlagen (5,6 Milliarden Euro, plus 155 Millionen Euro) und der Wertpapierbestand (1,9 Milliarden, plus 159 Millionen) verzeichneten deutliche Wachstumsraten.

Insgesamt rund 17 Millionen Euro stellte die Sparkasse für ihre Trägerkommunen Duisburg und Kamp-Lintfort sowie für gesellschaftliches Engagement bereit. Hier ist die Ausschüttung an die beiden Städte gleich um das Fünffache angewachsen: Bekamen die Städte Duisburg und Kamp-Lintfort 2024 insgesamt 2,2 Millionen Euro, so sind es nun bereits rund elf Millionen. Der Löwenanteil von rund 90 Prozent geht dabei nach Duisburg.

Insgesamt sechs Millionen Euro kommen Vereinen, sozialen Einrichtungen und Projekten in den Bereichen Sport, Kultur und Bildung zugute. Dazu gehören zum Beispiel die Gestaltung eines Spielplatzes in Duisburg-Homberg, Finanzspritzen für die Frauenhäuser oder für das Projekt „Duisburg lernt Schwimmen“, wobei sich die Sparkasse die Schwimmförderung für Kinder im Grundschulalter 100.000 Euro kosten ließ. 270.000 Euro wurden in den Bau einer Anlage für Zwergflusspferde im Duisburger Zoo gesteckt. Insgesamt sei das Engagement der Sparkasse Duisburg bei ihren Ausschüttungen für gemeinnützige Zwecke sechsmal so hoch wie im Durchschnitt der rheinischen Sparkassen, erklärte Bonn.

Die Stiftungen der Sparkasse förderten darüber hinaus nachhaltige und gesellschaftlich relevante Projekte.

Wie berichtet hat sich die Sparkasse vom Bau des Hallenbades an der Mercatorstraße in der Duisburger Stadtmitte verabschiedet, weil man sich letztlich mit den Finanzbehörden nicht verständigen konnte. Statt das Hallenbad für rund 50 Millionen Euro im Wege einer Spende an den Westdeutschen Schwimmverband zu finanzieren, fließen nun 30 Millionen Euro in das Stiftungskapital der Sportstiftung der Sparkasse.

Der „Jahrhundertraub“ bei der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer hat auch die Sparkasse Duisburg zu einer Überprüfung der Sicherheit ihrer Tresore veranlasst. In der 180-jährigen Geschichte des Instituts habe es keinen Vorfall in diesem Bereich gegeben, betonte der Vorstandsvorsitzende. Die Sparkasse Duisburg verfügt über 16 Tresor-Standorte mit 29.000 Schließfächern. Bevor hier größere Löcher in die Tresorräume gebohrt werden könnten, würden Körperschall-Messgeräte, Bewegungsmelder und Kameras Alarm auslösen.

Digitale Zahlmethoden werden auch für Sparkassenkunden immer wichtiger. So stieg die Zahl der Kartenzahlungen von 28,4 auf 31,4 Millionen Vorgänge. Der Anteil von Zahlungen mit dem Handy oder digitalen Uhren stieg ebenfalls relevant. Künftig gibt es bei Zahlungen mit der Sparkassenkarte auch Rabatte, etwa für Reisen und Events sowie eine Payback-Funktion: Wer mit der Karte der Sparkasse zahlt, bekommt dann automatisch seine Payback-Punkte gut geschrieben und muss zum Beispiel im Supermarkt nicht noch zusätzlich eine Payback-Karte vorzeigen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Kunde zuvor für ein Payback-Verfahren bei einem entsprechenden Anbieter registriert wurde.