Vor einer Woche brachte Patrick Hahn mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und hochkarätigen Solisten den gigantischen „Ring des Nibelungen“ zu einem fulminanten und bejubelten Abschluss. Als im Jahr 2024 bekannt wurde, dass Wuppertals Generalmusikdirektor Patrick Hahn den kompletten „Ring des Nibelungen“ konzertant in der Historischen Stadthalle aufführen will, war die Skepsis groß. Im Abonnement des Sinfonieorchesters (SOW) fielen acht Konzerte weg – an ihre Stelle traten vier konzertante Opern mit insgesamt fast 16 Stunden Spieldauer. Das Orchester musste sich im laufenden Opern- und Konzertbetrieb in nur sechs Monaten auf vier Ring-Opern vorbereiten – auch an großen Opernhäusern werden die meist über mehrere Jahre verteilt. Besonders skeptisch waren Wagnerfans und Musikkritiker, die sich nicht dafür begeistern konnten, dass „vorne auf der Bühne nur vom Blatt gesungen wird“. Doch es kam ganz anders: Der konzertante Ring in Wuppertal wurde zu einem großartigen musikalisch-atmosphärischen Konzerterlebnis und zu einem überwältigenden Erfolg für alle Beteiligten.