Der Leiter des Kulturzentrums, Igor Girenko, sprach in einer vom russischen Außenministerium verbreiteten Videobotschaft von einem „Terroranschlag“. Nach seinen Angaben trafen drei Brandsätze die Fassade, drei weitere seien ins Gebäude geworfen worden, aber nicht explodiert. Verletzt wurde demnach niemand. An dem Gebäude waren schwarzer Ruß und ein zerbrochenes Fenster zu sehen.

Lettlands Verteidigungsministerium beschuldigt Russland, eine großangelegte, koordinierte Desinformationskampagne gegen die baltischen Staaten durchzuführen. Demnach behauptet Moskau, Estland, Lettland und Litauen würden zulassen, dass ihr Territorium für ukrainische Angriffe gegen Russland genutzt wird.

Die Kampagne umfasse Desinformation und den Einsatz von Social-Media-Bots, die sich an russischsprachige Zielgruppen richteten und junge Menschen instrumentalisierten, teilte das Ministerium des baltischen EU- und Nato-Landes in Riga mit. Der Mitteilung beigefügt waren Screenshots von Beiträgen in Online-Medien, die die russischen Bemühungen belegen sollen.

Den USA kommt nach Ansicht des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha weiter eine entscheidende Rolle bei einer Beendigung des Krieges mit Russland zu. Er habe darüber mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio am Rande des Treffens der G7 Außenminister in Frankreich gesprochen, schreibt Sybiha auf der Online-Plattform X. Druck auf Russland sei der Schlüssel, um die Führung in Moskau zur Beendigung des Krieges zu bewegen. Zudem habe man über die Entwicklungen im Nahen Osten gesprochen. Die Ukraine gehe davon aus, dass Russland und der Iran zusammenarbeiteten, um den Krieg zu verlängern.

Die Verteidigungsministerien der Ukraine und von Saudi-Arabien haben sich nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation geeinigt und ein erstes Abkommen unterzeichnet. „Es legt die Grundlage für weitere Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die internationale Rolle der Ukraine als Lieferant von Sicherheit“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Der ukrainische Staatschef verwies dabei auf das vorhandene ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. „Und Saudi-Arabien hat das, woran die Ukraine interessiert ist“, schrieb er ohne konkretere Angaben.