E-Cabrio: Ein letzter Versuch

Obwohl in den 1930er-Jahren längst klar ist, dass die Zukunft den schnellen Autos mit Verbrennungsmotoren gehört, entwickelt Bleichert 1935 ein schickes E-Cabrio. Ein wahres Prachtstück. Doch mit 30 km/h Spitzengeschwindigkeit und 70 Kilometern Reichweite hat der Luxuszweisitzer keine Chance gegen die Konkurrenz.

Elektro-Auto made in „GDR“

Trotz aller Widrigkeiten überlebt die Leipziger Elektroautoproduktion jedoch den Zweiten Weltkrieg. Die legendäre „Bleichert-Eidechse“ liefert bis 1961 als VEB Stromwagen an Reichsbahn und Post. Viele der elektrischen Lastesel halten bis zum Ende der DDR durch.

Sonst setzt die DDR jedoch auf Benzinmotoren mit robuster Technik. Zweitaktmotoren prägen die beiden Automarken Trabant und den Wartburg. Doch in der Lausitz entwickelt eine Handvoll Schüler mit ihrem Lehrmeister Erhard Neubert das „Elsist“, kurz für „Elektrisches-Sicherheits-Stadtauto“. Das Elektroauto ist schnell, leise und sparsam. 1978 ist es nach vierjähriger Konzeptions- und Bauzeit endlich Wirklichkeit, doch die Serienproduktion wird grundlos abgelehnt.

Eine frühere Version des Artikels war 2015 erschienen und wurde 2026 umfangreich aktualisiert.