(Motorsport-Total.com) – Mercedes bleibt auch beim Formel-1-Rennen in Japan (hier live im Ticker verfolgen) das Maß aller Dinge und besetzt am Sonntag komplett die erste Startreihe. Und wieder war es China-Sieger Andrea Kimi Antonelli, der die Nase vor seinem Teamkollegen George Russell hatte.

Titel-Bild zur News: Kimi Antonelli (Mercedes W17) beim Formel-1-Rennen in

Kimi Antonelli steht erneut auf der Poleposition
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Dritter wurde McLaren-Pilot Oscar Piastri mit dreieinhalb Zehnteln Rückstand auf Antonelli vor Charles Leclerc, der im Ferrari zwar den absolut schnellsten ersten Sektor holte, in den anderen beiden aber noch mehr als sechs Zehntelsekunden verlor. Zumindest reichte es, um Weltmeister Lando Norris (McLaren) zu schlagen und auf Rang fünf zu verdrängen.

Für Lewis Hamilton (Ferrari) reichte es hingegen nur zu Rang sechs vor Pierre Gasly (7./Alpine), Isack Hadjar (8./Red Bull), Gabriel Bortoleto (9./Audi) und Arvid Lindblad (10./Racing Bulls).

Max Verstappen (Red Bull) war bereits in Q2 ausgeschieden, genau wie Nico Hülkenberg (Audi).

Das Wichtigste in aller Kürze

Ergebnis: Qualifying
Startaufstellung
Fotos: Grand Prix von Japan 2026

Was ist in Q1 passiert?

Die große Überraschung war sicherlich das Ausscheiden des bislang so starken Oliver Bearman (Haas), der sich mit Rang 18 begnügen musste. Ansonsten waren es die üblichen Verdächtigen, die nicht über die Hürde Q1 hinauskamen.

Einzig Carlos Sainz konnte sich von den bis dato drei schlechtesten Teams durchsetzen und Q2 erreichen, während sich Teamkollege Alexander Albon über sein Auto beschwerte.

Ein Debakel gab es für Aston Martin beim Honda-Heimspiel: Fernando Alonso und Lance Stroll mussten sich sogar beiden Cadillacs geschlagen geben und starten am Sonntag geschlossen aus der letzten Startreihe.

An der Spitze war es nicht Mercedes, die die Bestzeit setzten, sondern Charles Leclerc. Der hatte sich nach einer frühen Spitzenzeit zunächst von Antonelli überholen lassen müssen, konterte mit einer 1:29.915 im zweiten Versuch aber noch einmal, während der Italiener in der Box geblieben war.

George Russell fuhr mit einem zweiten Versuch noch auf Rang zwei, klagte aber über starkes Übersteuern, was sein Ingenieur mit zu hohen Reifentemperaturen erklärte – die Erklärung stimmte den Briten aber nicht zufrieden.

Ausgeschieden: 17. Alexander Albon (Williams), 18. Oliver Bearman (Haas), 19. Sergio Perez (Cadillac), 20. Valtteri Bottas (Cadillac), 21. Fernando Alonso (Aston Martin), 22. Lance Stroll.

Was ist in Q2 passiert?

Max Verstappen schied aus. Der Niederländer verlor zum ersten Mal seit langer Zeit ein Qualifying-Duell gegen den Teamkollegen aus eigener Kraft. Nachdem er im Qualifying in Australien abgeflogen war, war der viermalige Weltmeister in Q2 schlicht zu langsam. Denn während Teamkollege Isack Hadjar in die Top 10 fuhr, blieb Verstappen als Elfter hängen.

Bitter: Ausgerechnet Rookie Arvid Lindblad von Schwesterteam Racing Bulls schubste ihn im letzten Moment noch unter den Strich, nachdem zuvor Nico Hülkenberg trotz zweier guter erster Sektoren an seiner Zeit gescheitert war. „Irgendwas stimmt nicht“, haderte Verstappen. „Das Auto ist im Qualifying plötzlich unfahrbar.“

Ähnlich äußerte sich erneut George Russell, für den es mit sechs Zehnteln Rückstand nur zu Rang fünf reichte. „Es kann nicht sein, dass wir so viel Pace verloren haben“, schimpfte er und forderte sein Team auf, sich alles anzuschauen.

Zumindest war Teamkollege Antonelli wieder in der Lage, den W17 an die Spitze zu bugsieren: Mit 1:29.048 konnte der Italiener Leclerc und Piastri noch überflügeln, die zunächst stärker als die Silberpfeile schienen und sich abgesetzt hatten – doch der Konter von Mercedes saß.

Ausgeschieden: 11. Max Verstappen (Red Bull), 12. Esteban Ocon (Haas), 13. Nico Hülkenberg (Audi), 14. Liam Lawson (Racing Bulls), 15. Franco Colapinto (Alpine), 16. Carlos Sainz (Williams).

Was ist in Q3 passiert?

Mercedes ließ keinen Zweifel daran, über wen die Pole gehen würde: Antonelli fuhr in 1:28.778 Minuten die Bestzeit des ersten Schlagabtausches, drei Zehntelsekunden vor seinem Teamkollegen Russell.

Dahinter sortierten sich die beiden McLaren ein, bei denen Oscar Piastri die Nase deutlich vor Lando Norris hatte, und erst dahinter kamen die beiden Ferraris von Leclerc und Hamilton.

Die zweiten Versuche brachten eigentlich kaum eine Veränderung. Zwar konnten die Fahrer in der Regel persönliche Bestzeiten im ersten Sektor fahren, doch der zweite Sektor war bei allen Fahrern zu langsam, sodass sich an der Spitze keine Verbesserungen mehr ergaben.

Der einzige, der noch etwas Spannung hineinbringen sollte, war Charles Leclerc, der im ersten Sektor eine absolute Bestzeit fuhr und virtuell vor den Mercedes lag. Doch nach einem unruhigen Kurvenausgang in der zweiten Spoon-Kurve und einem langsamen zweiten und dritten Sektor, musste sich der Monegasse mit sechs Zehnteln Rückstand mit Rang vier begnügen.

Warum schied Max Verstappen in Q2 aus?

Das Aus von Verstappen war die große Überraschung in Q2. Denn anders als beim Abflug in Melbourne war der Red-Bull-Pilot diesmal einfach langsamer als sein Teamkollege Isack Hadjar. Die letzte Niederlage in einem Qualifying hatte es zuvor 2024 in Baku gegen Sergio Perez gegeben – seine einzige in der Saison damals.

Seine Erklärung: „Wir haben das ganze Wochenende über Änderungen vorgenommen, aber gleichzeitig haben wir auch einige Probleme am Auto, die wir zu beheben versuchen. Ich schätze, im Qualifying war es im Vergleich zum dritten Training wieder schlimmer.“

„Sobald man also wirklich versucht hat zu pushen, war das Auto für mich einfach völlig unberechenbar“, sagt er. „Und es gibt dir auch absolut kein Vertrauen, irgendeine Kurve voll zu attackieren. Ich steckte einfach fest und konnte nicht mehr herausholen.“

„Es gibt einfach ein paar Teile am Auto, die nicht so funktionieren, wie sie funktionieren sollten. Ich denke, das schränkt uns so sehr ein, dass das Auto im Grunde nicht einmal mehr darauf reagiert, wenn man normale Set-up-Änderungen vornimmt, wie man es in der Vergangenheit getan hat“, so Verstappen weiter.

Fazit: „Ich bin nicht einmal mehr frustriert, ich bin schon darüber hinaus.“

Warum schied Nico Hülkenberg in Q2 aus?

Wieder einmal scheiterte der Audi-Pilot am Einzug in Q3 – und diesmal nicht knapp als Elfter, sondern nur als 13., während Teamkollege Gabriel Bortoleto in die Top 10 kam. „Das war ein bisschen Käse meinerseits“, gibt er bei Sky zu.

F1: Grand Prix von Japan (Suzuka) 2026

„Die beiden Runden [habe ich] nicht einfach sauber genug hinbekommen. Ein paar kleine Zacker-Zwacker hier und da gehabt. Und jetzt im Q2 sind dann doch alle recht eng zusammengerückt. Und das macht dann den Unterschied.“

Das Gefühl im Auto sei dennoch positiv, wie er betont, „man muss es halt nur dann umsetzen und auf den Asphalt bringen. Ein Audi ist ja im Q3 und wir sind definitiv konkurrenzfähig.“

So geht es weiter beim Grand Prix von Japan

Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich ab 13 Uhr im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de und besprechen alle wichtigen Themen zur Qualifikation.

In der Nacht zum Sonntag (29. März) werden in Deutschland die Uhren umgestellt: Ab dann gilt die Sommerzeit (MESZ). Der Rennstart in Suzuka ist für 7 Uhr MESZ angesetzt. Um 14 Uhr MESZ starten Kevin Scheuren und Stefan Ehlen ihre Grand-Prix-Analyse. Wie immer können Kanalmitglieder live ihre Fragen stellen.

Alle Informationen zu Streams und TV-Sendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entnehmen sie bitte unserer aktuellen Übersicht. Details zur Wetterprognose finden sie in unserer Vorschau.

Nach Japan geht die Formel 1 aufgrund der Rennabsagen in Bahrain und Saudi-Arabien in eine ungeplante mehrwöchige Pause. Der nächste Grand Prix findet am 3. Mai 2026 in Miami (USA) statt. (Hier den modifizierten Rennkalender 2026 einsehen!)

Neu laden: Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze an dieser Stelle.