
Stand: 28.03.2026 10:43 Uhr
In Stuhr (Landkreis Diepholz) tritt im Ortsteil Heiligenrode aktuell Gas aus einer Leitung aus. Bei Verlegearbeiten für Glasfaserleitungen ist am frühen Freitagabend ein Gasrohr beschädigt worden.
Das Leck konnte bisher nicht geschlossen werden. Der Gasnetzbetreiber SWB hat nach eigenen Angaben einen Krisenstab eingerichtet. Drei Ingenieure der SWB und eine Tiefbaufirma arbeiteten daran, das Leck in der Gasversorgungsleitung zu schließen. Eine SWB-Sprecherin sagte dem NDR Niedersachsen, dass die Arbeiten vermutlich den gesamten Tag dauern würden. Das Team müsse die beschädigte Stelle zunächst freilegen und dort eine Membran, vergleichbar mit einem Luftballon, einfügen. In dem gasfreien Abschnitt könnte das Team das beschädigte Teil des Gasrohrs herausschneiden und mithilfe von Schweißarbeiten gegen ein neues ersetzen, so die Sprecherin. Die betroffene Leitung könne nicht einfach vom Netz abgetrennt werden, weil das die Gasversorgung für ein viel größeres Gebiet unterbrechen würde.
Gebiet abgesperrt – neun Gebäude ohne Gas
Es bestehe keine Explosionsgefahr und auch keine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner, so der Gasnetzbetreiber. Das Gebiet rund um das Gasleck in der Straße „An der Schule“ wurde trotzdem weiträumig abgesperrt. Der Gasaustritt liegt in einer recht dünn besiedelten Gegend. Neun Gebäude sind nach SWB-Angaben aktuell von der Gasversorgung abgeschnitten, darunter seien eine Grundschule und ein Kindergarten, die wegen des Wochenende und der Ferien leer stehen. Über das Gasleck wurde die SWB der Sprecherin zufolge am Freitag gegen 17.30 Uhr informiert. Gemeldet habe es die Firma, die für den Glasfaserausbau an der Stelle gegraben hatte.
Anwohner sollen Türen und Fenster schließen
Neben dem Gasnetzbetreiber ist auch die Feuerwehr seit der Nacht vor Ort am Gasleck. Die Einsatzkräfte appellieren an Anwohnerinnen und Anwohner vorsichtshalber, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Brennende Zigaretten sollten keinesfalls weggeworfen werden, heißt es.

Im Podcast „Mein Einsatz“ sprechen Freiwillige Feuerwehrleute mit NDR Reporter Torben Hildebrandt und Feuerwehrfrau Theresa Balzer über Einsätze, die sich ins Gedächtnis eingebrannt haben.

67 Prozent der Haushalte in Niedersachsen wären ans Glasfasernetz anschließbar. Doch nur 31 Prozent nutzen es auch.

Ein kilometerlanges Kabel durchs Wattenmeer macht das Projekt besonders aufwendig. Bund und Land fördern den Ausbau.