Wiedenbrück zeigt sich von seiner kreativen Seite: Die Freiluftausstellung „Alltagsmenschen“ präsentiert neue Skulpturen und überraschende Standorte.

Rheda-Wiedenbrück (gl) – Wiedenbrück ist für Burckhard Kramer nicht nur seine Heimat, sondern auch das „schönste Fleckchen Erde weit und breit“, wie er sagt. Und: In den kommenden Monaten ist die historische Innenstadt noch einmal etwas schmuckvoller als sonst. Bereits zum 21. Mal verwandeln die Alltagsmenschen Wiedenbrück in eine lebendige Bühne des Alltäglichen. Von Samstag, 28. März, bis zum 20. September schmunzeln den Besuchern an insgesamt 31 Standorten die putzigen Betonskulpturen von Christel und Laura Lechner entgegen. Mehr als 100 sind es diesmal – deutlich mehr als zuletzt. Mehr als 100 Figuren gehören zur nunmehr 21. Ausgabe der Alltagsmenschen in Wiedenbrück. Die Betonskulpturen von Christel und Laura Lechner verwandeln die historische Innenstadt vom 28. März bis zum 20. September 2026 in eine lebendige Bühne des Alltäglichen. Foto: Nienaber

Zehn Mitarbeitern sind einen Tag lang mit dem Aufbau beschäftigt

Einer von vielen Hinguckern der 2026er-Freiluftausstellung, die die Burckhard-Kramer-Stiftung ermöglicht, ist eine dynamische Polonaise auf der Emsinsel. Allein diese Formation besteht aus 18 lebensgroßen Skulpturen, die der Lechnerhof zusätzlich zu den rund 90 Figuren der Wiedenbrücker Stiftung als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. Das Wiedenbrücker Unternehmen Effertz war am Freitag mit einem Team von zehn Mitarbeitern den ganzen Tag mit dem Aufbau beschäftigt. Koordiniert wird die Ausstellung von Dörte Sonnabend.

Ein Wiedersehen gibt es mit der Schützengruppe, die erstmals aufgeteilt in Königspaar und Thron von der Langen Straße aus grüßt. Umringt von Zuschauern grübeln zwei Männer mit Blick auf ein großes Schachbrett ein paar Meter weiter über den nächsten Spielzug nach. Neu hinzugekommen ist ein Standort an der Aegidiuskirche. Unter dem Blätterdach einer Magnolie fügen sich Nonnen und ein Pater sensibel in das historische Umfeld ein. 

Neu hinzugekommen ist ein Standort an der Aegidiuskirche. Unter dem Blätterdach einer Magnolie fügen sich Nonnen und ein Pater sensibel in das historische Umfeld ein. Und auch auf dem Konrad-Adenauer-Platz sind Alltagsmenschen zu bestaunen. Wo darüber hinaus Figuren stehen, sitzen, warten, tanzen oder sich unterhalten, lässt sich nach Ansicht von Burckhard Kramer und seiner Ehefrau Margot Kramer am besten im Zuge eines Spaziergangs durch die Wiedenbrücker Innenstadt herausfinden.

„Will der Stadt etwas zurückgeben“

Er wolle der Stadt und ihren Menschen etwas zurückgeben, sagt Burckhard Kramer. Seiner Heimat, in der er am 1. April vor genau 35 Jahren an der Langen Straße die 3C-Gruppe gegründet habe, sei er zutiefst zu Dank verpflichtet. Die Alltagsmenschen sollten daher diese engen Verbundenheit symbolisieren und ausdrücken.

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