
Stand: 28.03.2026 15:53 Uhr
Das Gebiet rund um den Bahnhof in Celle wird am Sonntag evakuiert. Es gibt den Verdacht, dass dort ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt. Alles Wichtige im Überblick.
Wie die Stadt Celle mitteilte, müssen alle Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von einem Kilometer ihr Zuhause bis 10 Uhr verlassen, nicht wie bisher bekannt bis 9 Uhr. Betroffen seien rund 11.700 Menschen. Für Betroffene, die während der Evakuierung keine Unterkunft bei Freunden oder Familie finden, richtet die Stadt eine Notunterkunft im Schulzentrum Burgstraße ein. Diese ist ab 8 Uhr geöffnet. Haustiere könnten nicht mitgebracht werden, heißt es. Zur Notunterkunft fahren Sonderbusse. Informationen gibt es auf der städtischen Homepage, den Social-Media-Kanälen und dem WhatsApp-Kanal der Stadt Celle. Für Fragen rund um die Evakuierung ist am Sonntag ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer (05141) 123 223 geschaltet.
Haltestellen für die Evakuierungsbuslinien

Der gelb markierte Bereich ist von der Evakuierung betroffen.
- ZOB am Bahnhof
- Nahkauf Windmühlenstaße/Haltestelle Spörckenstraße
- Hagebaumarkt/Haltestelle Vor den Fuhren
- Lauensteinplatz
- Heeseplatz
- Die Busse fahren diese Haltestellen ab 8 Uhr an und bringen Betroffene in die Notunterkunft im Schulzentrum Burgstraße.
Sperrzone in der Innenstadt
Evakuiert wird laut Stadt von der Aller bis zur Hannoverschen Heerstraße und Landgestütstraße sowie vom Wilhelm-Heinichen-Ring bis zur Rostocker- und Wittestraße. Die Bahnhofstraße und die Neustadt werden für den Verkehr gesperrt. Umgeleitet wird über den Wilhelm-Heinichen-Ring. Wann genau die Evakuierung abgeschlossen sein wird, zeigt sich erst nach der Sondierung des möglichen Bombenblindgängers. Sollte eine Entschärfung nötig sein, kann die Evakuierung nach Angaben der Stadt bis in die Abendstunden dauern. Erst dann könnten Anwohnende wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. „Je schneller das Gebiet geräumt ist, desto eher können alle wieder nach Hause“, mahnte die Stadtverwaltung vorab.
Bahnhof Celle gesperrt – Zugverkehr eingeschränkt
Während der Evakuierung werde auch der Bahnhof Celle gesperrt, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) dem NDR Niedersachsen am Samstag. Bahnreisende müssten sich an dem Tag ab 7 Uhr auf Einschränkungen einstellen. Ab dem Vormittag sei der Bahnhof dann voraussichtlich gesperrt – wann genau das sein wird, stehe erst am Tag der Sondierung fest, so der Sprecher. Es komme zu Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr. Nach Angaben der DB werden alle Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Hannover umgeleitet. Sie verspäteten sich dadurch bis zu 35 Minuten. Auch Zugausfälle seien möglich, kündigte die DB an.
Das gilt im Regionalverkehr
Die Bahngesellschaft Metronom warnt ebenfalls vor Einschränkungen – zwischen 7 Uhr und Mitternacht. Der S-Bahnbetreiber Transdev rechnet damit ab etwa 8.30 Uhr.
- RE2 und RE3: Auf der Strecke Uelzen-Celle-Hannover entfällt ab 7 Uhr der Halt in Celle. Zudem ist ab 10 Uhr die Strecke zwischen Isernhagen (Region Hannover) und Eschede (Landkreis Celle) gesperrt. In beiden Fällen fahren laut Metronom ersatzweise Busse.
- RE3/RB31: die Fahrt um 15.32 Uhr ab Uelzen nach Hamburg fällt aus.
- S7: Ab 8.30 Uhr fallen laut S-Bahnbetreiber Transdev alle Züge auf dem Abschnitt Burgdorf-Celle aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet.
- S6: Die Linie entfällt vollständig. Grund dafür ist laut Transdev eine parallel laufende Baumaßnahme.