In Duisburg schreitet die 2018 gestartete Sanierung der größten Trinkwasserspeicheranlage der Stadt auf dem Försterberg im Stadtwald voran. Wie die Stadtwerke mitteilen, laufen derzeit die Arbeiten an der vierten von insgesamt fünf Kammern, deren Inbetriebnahme für Juli geplant ist. Dann soll die letzte der fünf Kammern für mehr als zwei Jahre außer Betrieb gehen und die Sandstrahlarbeiten der Decken, Wände und Böden sollen beginnen. Danach werden diese Flächen auf Schadstellen untersucht, falls erforderlich repariert und mit geeignetem Zement mehrfach beschichtet. Drei andere Kammern wurden vorher bereits umfassend saniert.
Der Trinkwasser-Hochbehälter besteht aus den fünf Kammern, von denen jede 45 m breit, 45 m lang und 6,25 m hoch ist. Jedes dieser Speicherbecken fasst bis zu 12,5 Mio. l Trinkwasser. Vom Försterberg im Stadtwald mit 80 m der höchste Punkt der Stadt, wird das frische Trinkwasser in die ganze Stadt verteilt. Der erste Abschnitt dieser Anlage wurde bereits 1952 gebaut und 1964 ergänzt.
Klaus Niephaus, der die Sanierung der Anlage als Projektverantwortlicher begleitet, berichtet, dass alles im laufenden Betrieb abläuft: „Es kann deshalb immer nur in einer Kammer gearbeitet werden, während die anderen mit Trinkwasser gefüllt sind.“ Ist die Sanierung einer Kammer abgeschlossen, wird sie nach Angaben der Stadtwerke wieder mit Wasser gefüllt, regelmäßig beprobt und steht dem Duisburger Rohrnetz zur Druckhaltung und als Löschwasservorrat wieder zur Verfügung. Im Trinkwasserlabor im Wasserwerk Wittlaer werden diese Proben dann mikrobiologisch und chemisch untersucht.
Die Kammern werden aufgrund technisch unterschiedlicher Bedürfnisse nicht nach der Reihenfolge ihrer Namensnummern bearbeitet. Bereits fertig saniert sind die Kammern 1, 2 und 5. Während der Inbetriebnahme von Kammer 5, die als dritte Kammer saniert wurde, haben die Arbeiten der Sanierung von Kammer 4 begonnen. Die Behälterkammern erhalten eine neue Beschichtung, berichten die Stadtwerke.
Nach Abschluss der Sanierungen der Behälterkammern sollen die fast siebzig Jahre alten Rohrleitungen innerhalb der Anlage erneuert werden. Die Gesamtmaßnahme der Sanierung des Trinkwasser Hochbehälters auf dem Försterberg soll dann 2028 beendet sein. Die reine Bauzeit für die Sanierungsarbeiten werde im Jahr 2028 rund elf Jahre betragen haben. Das sei ein Mammutprojekt für die Versorgungssicherheit, in das die Stadtwerke dann mehr als 30 Mio. Euro investiert haben werden, die jährlich über 32 Mrd. l Trinkwasser an die Menschen in Duisburg liefern.