Fahne mit dem AfD-Logo auf einer Bühne in Hamburg.

AUDIO: Harburger AfD-Fraktion schrumpft weiter (1 Min)

Stand: 29.03.2026 08:17 Uhr

In Hamburg-Harburg haben zwei weitere Abgeordnete die AfD-Bezirksfraktion verlassen. Nach Informationen von NDR 90,3 hat die Fraktion damit nur noch ihre Mindestgröße von drei Abgeordneten.

Jetzt haben auch die Bezirkspolitiker Andreas Ehlers und Harald Feineis die Harburger AfD-Fraktion verlassen. Das bestätigt Fraktionschef Helge Ritscher auf Nachfrage von NDR 90,3. Ehlers verbindet seinen Austritt mit schweren Vorwürfen gegen den Fraktionschef: So sei es Mitte März auf einer Sitzung zu einem körperlichen Übergriff gekommen. Außerdem lägen offenbar Summen in sechsstelliger Höhe auf dem Fraktionskonto, ohne dass es dafür eine ordnungsgemäße Rechenschaftslegung gebe.

Fraktionschef weist Vorwürfe zurück

Fraktionschef Ritscher weist beide Vorwürfe zurück: Einen körperlichen Übergriff habe es nicht gegeben, mit den Fraktionsgeldern würde sparsam und sorgsam umgegangen. Harald Feineis war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, sein geplanter Austritt wird aber vom Fraktionschef bestätigt. Zuletzt hatte der Abgeordnete Adrian Leuser die Fraktion im Streit verlassen.

Nur noch drei Abgeordnete in Harburger Fraktion

Bei den Bezirkswahlen vor gut zwei Jahren war die AfD mit sieben Abgeordneten ins Harburger Rathaus gezogen. Davon sind jetzt also nur noch drei in der Fraktion übrig.

Blick von oben auf das Hamburger Landgericht.

Das Kampagnennetzwerk Campact darf auf Plakaten weiterhin „Theo Müller unterstützt die AfD“ schreiben.

Hamburgs AfD-Landesvorsitzender Dirk Nockemann.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf die AfD vorerst nicht weiter als gesichert rechtsextrem einstufen. Die Hamburger AfD feiert das Kölner Urteil.

Benjamin Mennerich

Grund seien unüberbrückbare Differenzen zwischen der Fraktion und Benjamin Mennerich, bestätigte ein Parteisprecher.

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