Drama in Nordrhein-Westfalen: Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Witten ist ein Kind durch Messerstiche getötet worden. Die Mutter und die Schwester des Jungen wurden schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei der Agentur dpa mitteilte. Der tatverdächtige Vater der Kinder wurde demnach festgenommen.
Wie die „Bild“ berichtet, soll der Mann die 38-jährige Frau sowie den 13-Jährigen und die Neunjährige mit einem Messer angegriffen haben. Der Junge sei so schwer verletzt worden, dass er kurze Zeit später starb. Die Polizei hatte das Alter des Jungen zunächst mit zwölf angegeben.
Die Neunjährige und ihre Mutter liegen in einer Klinik. Am Sonntagmorgen schweben beide weiterhin in Lebensgefahr. Das sagte eine Polizeisprecherin der Agentur dpa. Sie würden noch immer im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt, wie es hieß.
Die Polizei soll den mutmaßlichen Täter dem Zeitungsbericht zufolge etwa 100 Meter vom Wohnhaus entfernt festgenommen haben. Das Blatt zitiert einen Zeugen: „Seine Hände waren blutverschmiert. Er lag, von zwei Polizisten bewacht, gefesselt auf dem Boden.“
Beim Tatverdächtigen keine psychischen Probleme bekannt
Weiter heißt es, eine Mordkommission ermittle wegen eines Tötungsdelikts. Ein Sprecher sagte demnach: „Es begann heute mit einer Auseinandersetzung im häuslichen Umfeld, die sich auf die Straße verlagerte.“ Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Der Verdächtige soll noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Das Motiv der Tat in der 92.000-Einwohner-Stadt südwestlich von Dortmund ist offenbar unklar. Auch weitere Details und Hintergründe waren zunächst nicht bekannt. Bei dem 40-Jährigen sind bislang keine psychischen Probleme bekannt, wie die Polizei der dpa mitteilte. Der Mann habe die deutsche Nationalität.
Mehrere Anwohner sollen das Verbrechen gesehen haben. 20 Zeugen würden von Notfallseelsorgern betreut. Das Blatt zitiert eine Nachbarin: „Ich bin völlig geschockt, die Familie machte immer einen so glücklichen Eindruck.“
Wittens Bürgermeister äußerte sich betroffen. „Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos“, erklärte Bürgermeister Dirk Leistner in einer Mitteilung. Die Gedanken seien bei der Familie, den Angehörigen und allen, die von dem Ereignis betroffen seien, teilte Leistner mit. „Wir wünschen den Verletzten von Herzen Kraft und eine schnelle Genesung.“
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Die Stadt bat die Bevölkerung darum, Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige zu nehmen und auf Spekulationen zu verzichten. (lem)