Szenen der Evakuierung der Seniorenwohnanlage Foto: Janina Link
Die Bombenentschärfung in Degerloch läuft. Die Evakuierung von Anwohnern ist abgeschlossen – besonders herausfordernd war ein Seniorenwohnheim nahe der Fundstelle.
Die Evakuierung im Bereich rund um die Fundstelle der Fliegerbombe im Hospitalwald ist um kurz nach 11 Uhr abgeschlossen worden. Einsatzkräfte hatten zuvor rund 1000 betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Stadtteil Hoffeld (Degerloch) in Sicherheit gebracht und den eingerichteten Sperrbereich kontrolliert. Innerhalb eines Radius von 600 Metern hält sich nach Polizeiangaben niemand mehr auf, die Wege im Ramsbachtal bleiben weiterhin gesperrt.
Ab neun Uhr hatte die Räumung begonnen. Eine besondere Herausforderung hatte das Evakuieren einer Seniorenwohnanlage im Räumungsradius dargestellt. Dort starteten die Maßnahmen bereits um kurz nach acht Uhr, da die Bewohnerinnen und Bewohner beim Verlassen des Gebäudes unterstützt werden mussten. Mehrere Krankentransportwagen waren im Einsatz, um die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenwohnanlage im umliegende Heime zu fahren.
250 Kilo schwere Weltkriegsbombe
Nachdem die Evakuierung nun abgeschlossen ist, kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Bergung und geplanten Entschärfung des Blindgängers beginnen. Dabei handelt es sich um eine rund 250 Kilogramm schwere Bombe britischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden war.
Polizeisprecher Timo Brenner erklärt, dass der Einsatz bislang nach Plan und die Evakuierung des betroffenen Gebiets „komplett reibungslos“ verlaufen sei.
Insbesondere die Räumung des Seniorenheimes habe einen größeren Aufwand und einiges an Planung für die Einsatzkräfte bedeutet, doch es sei reibungslos mit den Heimangestellten zusammengearbeitet worden.
AUch die Polizei ist mit Kräften vor Ort. Foto: Janina Link
Es sind rund 100 Kräfte der Polizei und rund 100 Kräfte der Feuerwehr und des Bevölkerungsschutzes vor Ort. Auch viele freiwillige Helfer sind im Einsatz.
Die Behörden bitten weiterhin um Geduld, da die Entschärfung einige Zeit in Anspruch nehmen kann.