Ein Zusammenspiel von Klang, Wort und Licht erlebten Besucher am Freitagabend in der Stadtpfarrkirche St. Jakob. Organistin Monika Trinkl-Peters interpretierte dabei Werke aus der „Interstellar-Suite“ von Hans Zimmer, die ursprünglich für den gleichnamigen Film von Christopher Nolan aus dem Jahr 2014 komponiert wurde. Der kraftvolle und zugleich fein nuancierte Klang der Metzler-Orgel erfüllte den Kirchenraum und schuf eine intensive Atmosphäre.
Bewegte Farbwelten in Friedberg zur Musik von Hans Zimmer
Bereits der Beginn setzte besondere Akzente: Nahezu vollständige Dunkelheit lag über dem Raum, nur wenige weiße Lichtpunkte wanderten an den Säulen empor. Der Ton einer Klangschale eröffnete den Abend und leitete in einen meditativen Zustand über. Allmählich entfaltete sich eine flirrende Melodie, die sich mit tiefen Orgelklängen verband. Parallel dazu verwandelte sich das Lichtkonzept in bewegte Farbwelten aus Blau-, Rot- und Lilatönen, die wie ferne Galaxien über die Decken tanzten.
Verantwortlich für diese visuelle Gestaltung war Thomas Knappich, der mit seinem Team den Kirchenraum in eine immersive Lichtinstallation verwandelte. Die Kombination aus Musik und Licht ließ St. Jakob in einer bislang unbekannten Gestalt erscheinen.

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Organistin Monika Trinkl-Peters spielt am Freitag an der Metzler-Orgel in Friedberg.
Foto: Eva Tradt
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Organistin Monika Trinkl-Peters spielt am Freitag an der Metzler-Orgel in Friedberg.
Foto: Eva Tradt
Zwischen den musikalischen Passagen setzte Pater Steffen Brühl meditative Wortbeiträge, sogenannte „Zwischenrufe“. Gedanken wie „Der Glaube beginnt nicht im Wissen, sondern im Vertrauen“ griffen zentrale Themen des Abends auf. Dabei spannte Brühl den Bogen zwischen den Motiven des Films, Zeit, Liebe und Existenz, und christlichen Glaubensinhalten. Die Frage „Was zählt jetzt?“ erhielt so eine tiefere, spirituelle Bedeutung.
Liebe verbindet Menschen über Zeit und Raum hinweg
Auch das Thema Liebe, das im Film eine Rolle spielt, wurde aufgegriffen. Sie verbinde Menschen über Zeit und Raum hinweg, vielleicht stärker als alles Vergängliche, so Brühl. Für ihn passe gerade diese Musik in den Kirchenraum, da sie existenzielle Fragen aufwerfe, auf die der Glaube Antworten geben könne.
Trinkl-Peters zeigte sich begeistert von dem Konzept, das auf die Initiative Brühls zurückgeht. Die positive Resonanz insbesondere von jüngeren Menschen, die den Film kannten, bestätigte den innovativen Ansatz.
Das Konzert setzte einen besonderen kulturellen Akzent in Friedberg. Die Verbindung eines modernen Filmklassikers mit kirchlichem Raum und spirituellen Inhalten erwies sich als gelungenes Format, das Menschen unterschiedlichster Generationen anzog und einen Abend schuf, der noch lange nachhallt.
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Eva Tradt
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86316 Friedberg
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Orgelkonzert
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