Eine Drohnenaufnahme zeigt Bahngleise in Celle.

Stand: 29.03.2026 09:56 Uhr

Der Blindgägerverdacht in Celle hat sich nicht bestätigt. Mehr als 11.7000 Anwohnerinnen und Anwohner waren aufgerufen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Bei der von Sondierungen ausgemachten „kampfmitteltypischen Anomalie“ handele es sich um Metallschrott, teilte die Stadt Celle am Sonntagmorgen mit. „Der Krisenstab und die Stadtverwaltung bedanken sich bei allen Betroffenen für das Verständnis und bei den zahlreichen beteiligten Organisationen, Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung und die tolle, professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte der Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). Bürgerinnen und Bürger dürfen zurück in ihre Wohnungen.

Evakuierung hätte bis in den Abend dauern können

Der Verdachtspunkt lag auf dem Bahngelände in der Celler Neustadt. Alle Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von einem Kilometer waren aufgerufen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen – laut Stadt rund 11.700 Menschen. Eine Notunterkunft war eingerichtet worden. Für die Betroffenen hätte es ein langer Tag werden können: Wäre eine Entschärfung nötig gewesen, hätte die Evakuierung bin in die Abendstunden dauern können, hatte es im Vorfeld geheißen.

Das müssen Bahnreisende beachten

Bahnereisende müssen trotz der Aufhebung der Maßnahmen zunächst sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr mit Einschränkungen rechnen. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage des NDR Niedersachsen sagte, gebe es in Celle noch Arbeiten im Gleisbereich. Es stünden noch nicht alle Gleise wieder zur Verfügung. Züge im Fernverkehr zwischen Hannover und Hamburg fahren daher bis zum Ende des Tages eine Umleitung, so der Bahnsprecher. Die Strecke von Hannover nach Hamburg führe über Verden und Rotenburg, von Hamburg nach Hannover über Bremen mit dortigem Halt. Die Bahngesellschaft Metronom teilte auf ihrer Homepage mit, aktuell daran zu arbeiten, die Verbindungen zwischen Uelzen und Hannover „auf die veränderte Situation einzustellen“.

Lkw der "Kampfmittelbeseitigung". Geplante Bombenräumung am 8. Februar abgesagt.

Bestätigt sich der Verdacht, werden die Anwohner am 26. April evakuiert, um die nicht detonierte Weltkriegsbombe zu entschärfen.