Eine ganz leichte Phase durchlebt der MSV Düsseldorf trotz seiner Tabellenführung in der Bezirksliga, Gruppe 1 aktuell nicht. Vor eine Woche gab es die knappe 0:1-Niederlage im Topspiel gegen Sparta Bilk, danach tauchte dann die Diskussion um den Einsatz von Vedin Kulovic Anfang März auf, bei der aktuell noch niemand sagen kann, ob sie den MSV nun am Ende sechs Punkte kosten wird oder nicht. Da kam es den Düsseldorfern ganz gelegen, dass es am Sonntag einen verdienten 2:1-Erfolg gegen den ASV Mettmann in einem insgesamt guten Bezirksligaspiel gab.

Der MSV zeigte sich dabei von Beginn an präsent, und so war es verdient und folgerichtig, dass Tom Voss in der 11. Minute nach einem Eckstoß zum 1:0 für den MSV mit dem Kopf zur Stelle war. Zwar weckte der Treffer den ASV Mettmann auf, der fortan deutlich mehr an der Partie teilnahm, doch es sollte nach einer halben Stunde auch das 2:0 für die Gastgeber fallen, aus einem letztlich unhaltbaren Distanzschuss resultierend. So ging es in die Pause, auch ein dritter Treffer wäre sicherlich drin gewesen. „Spielerisch war das absolut in Ordnung“, sagte später dann auch ASV-Coach Khalid Channig, der dabei aber vor allem die zweite Hälfte und ganz besonders die letzten 20 Minuten im Blick hatte – und deshalb auch trotz der Niederlage nicht komplett unzufrieden war.

ASV Mettmann nach der Pause besser

Zunächst blieben die Gastgeber dominierend, hätten dann auch in der 69. Minute durchaus noch einen Handelfmeter bekommen können, alleine Carlos Penan hätte die Partie zu diesem Zeitpunkt längst entschieden haben können. Dann drückten die Mettmanner immer mehr. „Wir waren dann nach der Pause auch nicht mehr nah genug bei den Leuten. Und wenn man dann das dritte Tor nicht gemacht hat, ist man selbst schuld, wenn es hinten heraus noch einmal so eng wird“, erklärte MSV-Trainer Goran Tomic. Eng wurde es dann nur in der Nachspielzeit, nachdem Maximilian Eisenbach den Ball in der 90. Minute über die Linie gebracht hatte, Keeper Shunsuke Takahashi ihn erst hinter der Linie zu fassen bekam. Doch am Sieg änderte das letztlich auch nichts mehr.

„Können das Ganze absolut nicht einschätzen“

Da auch die TSV Eller ihr Heimspiel gegen die DJK Sparta Bilk mit 4:1 gewonnen hat, bleibt es bei vier Zählern Vorsprung des MSV. Ob die ein Vorsprung bleiben, steht derzeit eben in den Sternen. „Wir sind da im Moment erstaunlich gelassen und versuchen, das gar nicht an uns herankommen zu lassen“, sagt Tomic zu der Problematik eines möglichen Punktabzuges. „Wir können halt absolut nicht einschätzen, wie das Ganze ausgeht. Aber wir sind uns halt keines Fehlers bewusst. Natürlich schwebt das irgendwo über uns, aber es belastet uns derzeit nicht.“ Am besten wäre es aus Sicht des MSV, bis zur Entscheidung wieder sieben Zähler vorne zu sein, um alles selbst in der Hand zu behalten.

So spielten sie:

MSV Düsseldorf – ASV Mettmann 2:1
MSV Düsseldorf: Shunsuke Takahashi, Maximilian Nadidai, Wiren Bhaskar, Nihat Koray Tepegöz (88. Lukas Dieninghoff), Edward Osei-Nikansah, Aram Abdelkarim (62. Vedin Kulović), Drilon Istrefi, Shohei Nelson Lukoma Yamashita, Carlos Penan, Sinan Kurt (78. Anas El Morabiti), Tom Voss (78. Zakaria Abdoun) – Trainer: Goran Tomic
ASV Mettmann: Semih Saban Demirhat, Justus Erkens, Yusuf Kaya, Asaad Wahed Omar, Roken Tchouangue (65. Ahmet Tugrul Tepebas), Umut Demir, Ahmet Kizilisik, Maximilian Eisenbach, Berkant Fidanci, Toni Markovic (71. Jason Leonard Similien), Justin Lüdtke (78. Alessio Falco) – Trainer: Khalid Channig
Schiedsrichter: Torben Eickhoff (Solingen) – Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Tom Voss (11.), 2:0 Shohei Nelson Lukoma Yamashita (31.), 2:1 Maximilian Eisenbach (90.)