Der Gemeinderat soll am Dienstag, 24. März, über den Umbau des Geländes der Kriegsstraße 200 in Karlsruhe entscheiden. Laut Beschlussvorlage strebt die Stadt einen Vertrag mit der Eigentümerin an, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Stadt Karlsruhe fordere preisgedämpften Wohnraum

Die Eigentümerin möchte an der Kriegsstraße 200 ein neues Bürogebäude bauen. Im Erdgeschoss soll eine Kindertagesstätte einziehen. Die BImA will das Gebäude größtenteils selbst nutzen, vor allem in den Etagen vom zweiten bis zum fünften Stock. Der erste Stock soll als Bürofläche an andere vermietet werden.

Kriegsstraße 200 in Karlsruhe am 20. März 2026.

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Kriegsstraße 200 in Karlsruhe am 20. März 2026.
Foto: Gerrit Lieb

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Kriegsstraße 200 in Karlsruhe am 20. März 2026.
Foto: Gerrit Lieb

Im Innenbereich des Blocks sollen außerdem neue Wohnhäuser entstehen. Die Stadt will mit der Eigentümerin schriftlich vereinbaren, dass diese Wohnungen mindestens 15 Jahre lang zu günstigen, begrenzten Mieten vermietet werden. Wenn später etwas anderes dort gemacht werden soll, muss die Stadt vorher zustimmen.

Alle Kosten für die Umsetzung liegen bei der BImA.

Stadt fordert Maßnahmen zur Klimaanpassung

Auf Grundlage des aktuellen Bebauungsplanes sei aber dieses Vorhaben bislang nicht möglich, der Gemeinderat soll darum zudem beschließen, dass dieser im Eilverfahren angepasst werde.

Kriegsstraße 200 in Karlsruhe am 20. März 2026.

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Foto: Gerrit Lieb

Außerdem fordere die Stadt laut Vorlage, dass folgende Maßnahmen zur Klimaanpassung durchgeführt werden:

  • Erhalt der Lindengruppe und Anpflanzung von sechs neuen Bäumen
  • Festsetzung einer privaten Grünfläche im rückwärtigen Bereich
  • Fassadenbegrünung an geeigneten Wänden und Außenwänden von Nebenanlagen sowie Mauern
  • Dachbegrünung aller Flachdächer, auch von Nebenanlagen
  • Begrünung von Tiefgaragendecken
  • Minimierung von Bodenversiegelung
  • Begrünung und Bepflanzung nicht überbauter Flächen der Grundstücke
  • Niederschlagswasserversickerung

Kriegsstraße 200 in Karlsruhe am 20. März 2026.

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Gebäude dienten zuletzt als Lager

Bei dem Gelände mit einer Größe von etwa 7.900 Quadratmetern handelt es sich um die ehemalige Standortverwaltung der Bundeswehr. Als Zwischennutzung war auf dem Gelände in den Jahren 2015 bis 2018 eine Flüchtlingsunterkunft des Landes mit bis zu 600 Flüchtlingen untergebracht. Anschließend dienten die Gebäude als Lager.

  • Katharina Peifer

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