KSC will noch einige Punkte aufsammeln
Das Team des KSC-Ligakonkurrenten SC Paderborn bekam aufgrund der Länderspielpause und dem ruhenden Spielbetrieb in Liga zwei eine Woche Urlaub. KSC-Trainer Christian Eichner entschied nicht so: „Wir machen vier Tage frei. Ich denke das reicht.“ Seine Entscheidung sei immer auch abhängig davon, wann das nächste Spiel ist, und das ist sonntags in Schalke. „Es geht nicht mehr darum, im physischen Bereich Grundlagen zu legen. Es geht eher um den psychischen Bereich. Wir beginnen wieder dienstags.“
Tragische Verletzung von Egloff
Eines beschäftigte Eichner und wohl alle beim KSC während dieser freien Tage ganz intensiv. Das Riesenpech von Lilian Egloff. Der Kreativspieler zog sich in der Partie des KSC gegen Greuther Fürth erneut eine schwere Muskelverletzung zu. Für den 23-Jährigen ist die Saison wohl ziemlich sicher vorbei. Egloffs Verletzung stimmte alle bei den Blau Weißen traurig. „Ich habe ihn bewusst zwei, drei Tage in Ruhe gelassen. Es ist tragisch. Er war gegen Greuther Fürth in den ersten 20 Minuten der auffälligste Spieler. Er hatte Abschlüsse, er hat nachgesetzt, er hat gezeigt, dass er ein kompletter Spieler ist“, so Eichner, der kurz tief durchatmete ehe er ergänzte: „Traurig für ihn, für uns alle, auch weil wir so lange auf ihn gewartet haben.“
Wer wird den Job von Egloff beim FC Schalke 04 übernehmen? Gegen Greuther Fürth kam Philipp Förster für den verletzten Egloff ins Spiel und lieferte eine gute Leistung ab. „Er ist einer der Kandidaten“, bekannte Eichner, schränkte dann etwas ein: „Aber es ist für Pippo Förster nicht die beste Position.“ Förster fühlt sich als hängende Spitze oder als Zehner wohler, als auf der rechten Seite im Mittelfeld. Eichner gewährt Einblick in seine personellen Überlegungen: „David Herold kommt nach seiner Gelbsperre zurück. Daher wird Dzenis Burnic, der auf der Herold Position gespielt hat, wieder für die rechte Seite frei. Da bekommen wir schon etwas Gutes hin.“ Ersetzen muss Eichner auch den gelbgesperrten Nicolai Rapp im zentralen defensiven Mittelfeld. Die Kandidaten: Andreas Müller und Winterneuzugang Kwon. Der Koreaner musste gegen Greuther Fürth pausieren, Müller lieferte nach seiner Einwechslung in dieser Partie einen ansprechenden Auftritt ab.
Individuelle Fehler sind laut Eichner ein Problem
Wichtiger als die Personalauswahl ist für Eichner ein Problem, das in den zurückliegenden Wochen immer wieder aufgetreten ist: individuelle Fehler. Mal patzte der Keeper, dann ein Abwehrspieler oder im Mittelfeld wurden Bälle vertändelt. „Die individuellen Fehler waren zu häufig. Das war krass, die müssen wir rauskriegen.“ Daran wird in jeder Übungseinheit gearbeitet. Positiv war: Das Team hat individuelle Fehler abgehakt, hat sich mit allem reingeworfen und es weggesteckt. „Und nach vorne sind wir immer gefährlich.“
Eichner: „Wir sind noch lange nicht am Ende!“
Für Eichner kommt jetzt eine Phase in der Saison, auf die er sich freut. „Denn in dieser Phase haben wir in der Hinrunde wenig gepunktet. Das muss für jeden Spieler ein Anreiz sein zu sagen: Da waren wir leistungsmäßig nicht gut, punktemäßig schon gar nicht, jetzt schaue ich, dass es besser wird.“ Die Partie gegen Schalke war in der Hinrunde der letzte Sieg vor einer Durststrecke. „Da liegt einiges vor uns an Punkten, die man gerne aufsammeln darf. Die Rückrunde war bisher ordentlich, aber wir haben noch einiges zu holen.“ Dass der Klassenerhalt so gut wie in trockenen Tüchern ist, freut Eichner, doch er schaut nach vorne: „Die Saison läuft noch zwei Monate, da muss jedem klar sein, dass er seine individuelle Position verbessern kann, wir sind noch lange nicht am Ende. Wir haben noch keine 40 Punkte.“
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