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Polizei-Einsatz beim ausverkauften Berliner Pokal-Halbfinale vor 1050 Zuschauern. Bei der Halbfinalpartie Sparta Lichtenberg gegen BFC Dynamo (3:6 n.V.) mussten Sicherheitskräfte gegen Pyro-Zündler vorgehen. In der 112. Minute der Verlängerung verließen beide Mannschaften für 11 Minuten den Platz. Bereits in der 89. Minute waren BFC-Fans auf dem Platz gestürmt, als der Regionalligist den 2:2-Ausgleich erzielt hatte.
Die Ausschreitungen begannen in der 107. Minute der Verlängerung. Als der BFC das 5:3 erzielte, nahmen das Dynamo-Anhänger zum Anlass, außerhalb des Platzes Pyro und Böller zu zünden. Rauch und vereinzelte Brennelemente gerieten in den Zuschauerbereich. Es kam zu Tumulten.

Dynamo-Trainer Sven Körner (43) geht an den Sicherheitskräften vorbei
Foto: Matthias Koch
Die Polizei musste einschreiten, setzte dabei Pfefferspray ein. Es kam zu Rangeleien zwischen den Beamten und BFC-Fans, die von außerhalb des Platzes Pyro-Technik in den Zuschauerbereich geworfen hatten. Dazu sollen die Polizisten beleidigt worden sein. Die Polizei teilte später mit: Es gab 8 Festnahmen und 12 leicht verletzte Beamte.

Schiedsrichter Hanft zeigt Lichtenbergs Ömer Toktumur die Rote Karte
Foto: Matthias Koch
Währenddessen kam es zu einer Rudelbildung auf Platz. Als Folge zeigte Schiri Hanft Sparta-Kapitän Ömer Toktumur die Rote Karte. Da sich die Lage außerhalb des Platzes nicht beruhigte, beorderte Schiedsrichter Julius Hanft die Mannschaften für elf Minuten in die Kabine. Er sagte: „Eine Spielunterbrechung ist auch dann vorzunehmen, wenn Pyro in den Zuschauerbereich fliegt.“
Trotz der Unterbrechung wird Sparta keinen Protest einlegen. Damit spielt Titelverteidiger BFC am 23. Mai im Mommsenstadion gegen Liga-Rivalen Altglienicke (4:0 gegen Hertha Zehlendorf) um den Berliner Pokal.