Ein Radfahrer rollt den Dammweg entlang – und bremst. Lößnitzstraße. Er schaut nach links, nach rechts, wartet. Dabei müsste er längst weitergefahren sein. Er hat Vorfahrt.
Drei Tage ist es her, dass die Stadt Dresden die umgebaute Kreuzung freigegeben hat. Seitdem gilt hier eine neue Vorfahrtsregelung: Der Dammweg ist Hauptstraße, die Lößnitzstraße wartepflichtig. Jahrzehntelang war das anders. Wer vom Dammweg kam, musste rechts vor links beachten und im Zweifel bremsen. Dieser Reflex sitzt tief – bei Radfahrern offenbar genauso wie bei Autofahrern, die am Montagmorgen ebenfalls länger als nötig vor der Kreuzung zögerten.
Dabei hat die Stadt den Umbau nicht nur mit neuen Schildern begleitet. Es gibt jetzt einen Zebrastreifen mit Mittelinsel, der vor allem Schulkindern zugutekommen soll – die 148. Grundschule liegt in unmittelbarer Nähe. Die Stelle galt bislang als Unfallschwerpunkt. Fußwege und Fahrbahn wurden angepasst, die Beleuchtung erweitert, ein Blindenleitsystem installiert. Rund 85.000 Euro hat die Stadt investiert, ausgeführt von der DVT Dresdner Verkehrstechnik GmbH.