Polizei und Feuerwehr warnen Autofahrer davor, dass im Berufsverkehr noch größere Äste auf der Fahrbahn liegen könnten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind noch bis Montagabend in ganz NRW Windböen bis Stärke 7 möglich. Landesweit gilt die niedrigste Unwetter-Warnstufe. Der DWD sieht die einzelnen stürmischen Böen vor allem im Bergland. Heißt, im Flachland bliebe es demnach überwiegend bei starken Böen.

Mehrere Bahnstrecken in NRW blockiert

Bei der Bahn gab es Probleme, unter anderem zwischen Aachen und Herzogenrath. Ein Baum blockierte die Schienen, so dass Züge auf den Linien RE1, RE4, RE18, RB20 und RB33 nur eingeschränkt fuhren. Diese Störung ist laut Bahn mittlerweile behoben. Auch zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen und zwischen Solingen und Hilden behinderten umgestürzte Bäume laut Bahn den Zugverkehr. Hier konnte der Verkehr auch nach und nach wieder anlaufen, hieß es am Vormittag.

In Rees-Empel im Kreis Kleve stand am Morgen eine Bahnunterführung witterungsbedingt zehn Zentimeter unter Wasser, die Bundespolizei forderte die Feuerwehr an. Einsatzkräfte pumpten das Wasser ab. Der Zugverkehr sei währenddessen nicht beeinträchtigt gewesen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei auf WDR-Anfrage mit. Mittlerweile ist die Bahnunterführung wieder begehbar.

Die größten Probleme im Bahnverkehr gab es zwischen Mönchengladbach und Jüchen. Dort war ein Baum auf die Oberleitung einer Zugstrecke gestürzt. Ein Nahverkehrszug musste heute um fünf Uhr morgens evakuiert werden, rund 30 Passagiere waren betroffen. Die Strecke ist nach wie vor gesperrt, der RE8 und die RB27 können in dem Bereich nicht fahren. Möglicherweise soll die Strecke bereits Dienstag wieder frei sein. Zwischen Rommerskirchen und Mönchengladbach fahren jetzt erst mal Ersatzbusse. Reisende sollten sich vorab online informieren.

Viele Notrufe im Bergischen Land

Im Bergischen Land sind Einsatzkräfte zu über 25 sturmbedingten Einsätze gerufen worden – weil Bäume auch hier auf Straßen und Schienen gefallen waren. Ob in der Nacht jemand verletzt wurde, ist noch nicht bekannt.

Speziell in Wuppertal gab es viele Einsätze. „Bäume kippten um, Äste und Dachziegel fielen auf Straßen und Gehwege“, berichtete die Polizei. Im Stadtteil Heckinghausen sei ein 80 Zentimeter dicker Baum auf drei Autos gestürzt und habe das Dach eines Wohnhauses beschädigt. Auch in anderen Stadtteilen seien Autos durch umherfliegende Äste und Dachziegel beschädigt worden. In Köln und Düsseldorf berichtete die Polizei ebenfalls von umgestürzten Bäumen und blockierten Straßen.