Einschränkungen ab Montag
Zugstrecke zwischen Köln und der Region vier Monate gesperrt
Aktualisiert am 30.03.2026 – 06:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Regionalbahn und zwei ICE am Bahnhof Köln Messe/Deutz (Symbolbild): Ab Ende März kommen auf Pendler zwischen Köln und dem Oberbergischen Kreis erhebliche Einschränkugen zu. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)
Ab Ende März sperrt die Deutsche Bahn einen wichtigen Streckenabschnitt zwischen Köln und dem Bergischen Land. Es drohen erhebliche Verzögerungen.
Grund dafür sind umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten entlang des betroffenen Streckenabschnitts. Die Deutsche Bahn saniert unter anderem die Bahnhöfe Rösrath, Rösrath-Hoffnungsthal und Engelskirchen-Ründeroth. In Overath-Vilkerath wird bis Mitte August zudem ein komplett neues Bahngleis gebaut, das als neuer Halt für den RB25 dienen soll. Am Bau des Bahnhofs in Vilkerath wird bereits seit Jahren geplant.
Außerdem werden etliche Brücken und Bahnübergänge saniert. Am Freitag (27. Februar) verkündete die Deutsche Bahn bei einer Pressekonferenz aber schlechte Nachrichten: Die Brücke über die Lüghauser Straße in Hoffnungsthal kann nicht wie geplant während der Vollsperrung erneuert werden. Grund dafür sind neue Richtlinien, die einen Bau in der jetzigen Sperrung nicht möglich machen. Stattdessen sollen Vorarbeiten durchgeführt werden.
Die betroffene Brücke sei auch nach Ende der Sperrung befahrbar, versicherten die Verantwortlichen. Bis 2030 muss die Brücke allerdings ersetzt werden. Auf der neuen Brücke soll auch ein zweigleisiger Bahnverkehr möglich sein. Abgesehen von den Problemen bei der Brücke in Hoffnungsthal sollen alle geplanten Maßnahmen im Rahmen der Vollsperrung abgeschlossen werden.
Die Deutsche Bahn setzt, wie bereits bei der Vollsperrung der Strecke Hagen-Wuppertal-Köln, auf ein umfassendes Schienenersatzverkehrskonzept. So soll die Linie RB25 weiterhin stündlich zwischen Lüdenscheid und Gummersbach verkehren. Der Streckenabschnitt ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen.
Deutsche Bahn in Köln: RB25 fährt monatelang nicht – enorme Belastung für Pendler
Abgesehen davon bietet die Deutsche Bahn drei verschiedene Ersatzbusse zwischen Köln Messe/Deutz und Gummersbach an. Der Lokalbus fährt alle Haltestellen entlang der Linie RB25 ab. Dazu kommt ein Schnellbus mit sechs Haltepunkten, sowie ein Expressbus, der lediglich in Gummersbach, Overath und Köln Messe/Deutz hält.
„Es wird dennoch eine enorme Belastung für Fahrgäste geben, vor allem für Berufstätige und Schüler“, teilten die Verantwortlichen weiter mit. Durch das Ersatzkonzept sollen die Einschränkungen möglichst gering gehalten und ausreichend Alternativen für Pendler angeboten werden.
Neben der Großbaustelle zwischen Köln und dem Bergischen Land belasten auch die Bauarbeiten zwischen Hagen und Köln den Bahnverkehr im Rheinland. Die erste Vollsperrung des Streckenabschnitts endete erst vor wenigen Tagen. Im Schienenersatzverkehr hatte es Probleme gegeben. Auf rund 90 Kilometern Strecke erneuert die Deutsche Bahn etliche Gleise und Bahnhöfe. Es ist eines der größten Sanierungsprojekte in NRW überhaupt.
