Am kommenden Montag, den 6. April, wird die Saalestadt erneut zum Schauplatz der traditionellen Friedensbewegung. Unter dem zentralen Motto „FRIEDENSFÄHIG statt KRIEGSTÜCHTIG“ rufen lokale Akteure zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch auf. Die Veranstaltung richtet sich gegen eine gesellschaftliche Entwicklung, die nach Ansicht der Organisatoren zunehmend von Militarisierung, Polarisierung und einer gefährlichen Kriegsrhetorik geprägt ist.
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Die Initiatoren des Protests stellen sich entschlossen gegen die aktuelle politische „Zeitenwende“. In ihrem Aufruf fordern sie ein Ende deutscher Waffenexporte in Kriegsgebiete sowie einen Verzicht auf die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland und Europa. Auch die Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie deutsche Truppeneinsätze im Ausland stoßen auf scharfe Ablehnung. Man wehre sich gegen eine Zukunft, in der Kriegsvorbereitung als alternativlos dargestellt werde.
Ein wesentlicher Kritikpunkt der Demonstration betrifft die Verteilung öffentlicher Gelder. Die Milliarden des sogenannten Sondervermögens sollten nach Vorstellungen der Friedensaktivisten nicht in die Aufrüstung fließen, sondern stattdessen für die öffentliche Daseinsvorsorge genutzt werden. Ziel sei eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen, die auf sozialer Sicherheit statt auf militärischer Stärke basiert.
Der Ablauf des Aktionstages beginnt um 14.00 Uhr auf dem Marktplatz in Halle, wo Livemusik die Teilnehmer und Passanten auf das Thema einstimmt. Gegen 15.00 Uhr setzt sich die gemeinsame Friedensdemonstration in Bewegung, um ihre Forderungen durch die Straßen der Stadt zu tragen. Wer während des Aufzuges lieber das direkte Gespräch sucht, kann an den bereitgestellten Infoständen auf dem Marktplatz verbleiben, um über friedenspolitische Alternativen zu diskutieren.
Die Veranstaltung endet schließlich gegen 16.30 Uhr mit einer großen Abschlusskundgebung, bei der die Kernforderungen für eine friedliche Weltordnung noch einmal bekräftigt werden. Die Organisatoren laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich diesem überparteilichen Ruf nach Diplomatie und Abrüstung anzuschließen.
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