TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Knallharte Aussage von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38). Nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Ghana spricht Nagelsmann in der ARD über die Rolle von Deniz Undav, der Deutschland zum Sieg schießt. Und da wird er richtig deutlich.
Zunächst sagt Nagelsmann über den Treffer seines Stürmers: „Das ist ähnlich, wie es in Stuttgart oft ist. Er hat jetzt nicht viele Aktionen, ich glaube bis dahin eigentlich keine. Aber dann macht er das Tor, dafür ist er auf dem Feld. Das ist ja das Entscheidende, dass er dann auch, wenn der Gegner ein bisschen müde ist, die Aktionen nutzen kann. Er hatte vorher eigentlich wenig mit dem Spiel zu tun, aber er ist halt Stürmer, den macht er schon gut. Der ist nicht so leicht auf einem sehr engen Raum.“
Nagelsmann: Rollengespräche für die WM gemacht
Undav ist aktuell der beste deutsche Torjäger. In der Bundesliga hat der VfB-Angreifer 18 Tore erzielt. Nur Bayerns Harry Kane ist aktuell noch besser (31 Tore). Dennoch war Undav gegen die Schweiz 90 Minuten lang auf der Bank. Gegen Ghana kommt er in der Halbzeit rein. Vor der Partie sagte Nagelsmann, dass er Undav eher nur als Joker sieht.
Der Bundestrainer erklärt: „Was ein Torjäger machen muss, hat er gemacht. Aber wie ich es vorhin schon gesagt habe: Ich glaube, wenn er schon vorher 70 Minuten in den Knochen hat, wird der lange Schritt schwer.“
ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek erzählt Nagelsmann dann über das Interview von Deniz Undav wenige Minuten zuvor. Dort sagte der Stürmer, dass er mit Toren und guter Leistung seine Rolle ändern könnte.
Nagelsmann ist davon aber nicht so überzeugt, sagt: „Werden wir sehen.“
Sedlaczek hakt nach: „Also nicht ausgeschlossen?“

Deniz Undav bedankt sich bei den Fans
Foto: Getty Images
Der Bundestrainer deutlich: „Nein, aber eher unwahrscheinlich, weil ich die Rollengespräche ja nicht für die März-Maßnahme gemacht habe, sondern für die WM.“
Gegen Ghana setzte er auf Nick Woltemade in der Spitze, gegen die Schweiz startete Kai Havertz.