Newsblog zum Krieg in Nahost

Raketen fliegen – Iran warnt „Brudernationen“

Aktualisiert am 31.03.2026 – 03:41 UhrLesedauer: 15 Min.

Beschuss von Golfstaaten geht weiter – Iran warntVergrößern des Bildes

Beschuss von Golfstaaten geht weiter – Iran warnt (Quelle: Sepahnews)

Die Türkei schützt den eigenen Luftraum. Ein iranischer Reaktor steht unter Beschuss. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donald Trump ist einem Medienbericht zufolge bereit, die Militärkampagne gegen den Iran zu beenden – auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Die komplexe Operation zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße wolle er auf einen
späteren Zeitpunkt verschieben, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hieß es. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien „höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen“.

Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden.

US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – „so oder anders“. Entweder werde sich der Iran bereiterklären, „sich an internationales Recht zu halten“ und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. „Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist“.

Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit „dafür sorgen“ meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran „wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt“, sagte Rubio.

Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in „Wochen und nicht Monaten“ komplett erreichen und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Außenminister.