Nach dem Fund von drei Leichen in Pommelsbrunn bei Nürnberg sollen diese nach Angaben der Polizei am Dienstag gerichtsmedizinisch untersucht werden. Ein Ergebnis der Obduktion werde frühestens am Mittwoch öffentlich, sagte ein Polizeisprecher in Nürnberg. Derzeit sei immer noch unklar, wie Vater, Mutter und Tochter ums Leben gekommen sind. Die Ermittler gingen von einem Tötungsdelikt aus.
Eine Zeugin hatte die Leichen in dem Einfamilienhaus am Sonntag entdeckt, wie es hieß. Daraufhin rückten mehrere Einsatzkräfte aus, darunter die Polizei, der Rettungsdienst und die psychosoziale Notfallversorgung.
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Im Laufe der Ermittlungen fand die Polizei dann auch die Identitäten der Toten heraus. Es handelt sich um die Mitglieder einer Familie: einen 51-Jährigen, seine gleichaltrige Ehefrau sowie die zehnjährige Tochter. Die Polizei ermittelt zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt und dessen genauen Ablauf. Den ersten Erkenntnissen zufolge schließen sie eine Beteiligung einer vierten Person aus.
Erst in jüngster Vergangenheit hatte ein Mordfall den kleinen Ort Pommelsbrunn in Atem gehalten: Ein damals 51 Jahre alter Mann hatte im September 2024 seine Frau getötet. Nach der Leiche wurde monatelang gesucht. Der nun betroffene Ortsteil Hohenstadt liegt rund 30 Kilometer östlich von Nürnberg in der Nähe des beliebten Ausflugszieles Happurger See.
Anmerkung der Redaktion: Die SZ berichtet bewusst zurückhaltend über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.
