Die Kriminalitätsstatistik 2025 der Polizeiinspektion Halle (Saale) liegt vor. Während die Gesamtzahl der Straftaten in der Stadt leicht rückläufig ist, sind Kinder, Jugendliche und Heranwachsende häufiger verwickelt.

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Die Zahl der Straftaten mit Tatbeteiligung von Personen unter 21 Jahren ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wurden 2024 noch 1.631 Fälle registriert, stieg diese Zahl im Jahr 2025 auf 1.982 Fälle an.
– Kinder (bis 13 Jahre): Hier stieg die Anzahl der Tatverdächtigen von 403 im Jahr 2024 auf 445 im Jahr 2025.
– Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre): In dieser Gruppe sank die Zahl der Tatverdächtigen leicht von 751 (2024) auf 722 (2025).
– Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre): Hier ist ein Anstieg von 477 (2024) auf 518 (2025) zu verzeichnen.

Rohheitsdelikte: Gewaltbereitschaft bleibt Thema

Besonders im Bereich der Rohheitsdelikte (z. B. Körperverletzung, Raub) zeigt sich eine anhaltende Beteiligung junger Menschen. Insgesamt wurden in Halle 3.022 Rohheitsdelikte erfasst, wovon 673 unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen oder Heranwachsenden verübt wurden.

Interessant ist hierbei die Verschiebung innerhalb der Altersgruppen bei den Rohheitsdelikten: Während die Beteiligung von Jugendlichen (193 Fälle) und Heranwachsenden (282 Fälle) im Vergleich zum Vorjahr sank, stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder in diesem Deliktsbereich von 169 auf 198 an.

Deliktsbereiche im Fokus

Die Statistik schlüsselt zudem auf, in welchen Bereichen junge Täter besonders häufig in Erscheinung treten (Daten für 2025):
– Körperverletzung: 526 Fälle (+51)
– Ladendiebstahl: 468 Fälle (+199)
– Bedrohung: 163 Fälle (-16)
– Beleidigung: 152 Fälle (-10)
– Beförderungserschleichung: 64 Fälle (-15)
– Raub: 50 Fälle (-67)

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Prävention als Gegenmaßnahme

Um der Jugendkriminalität entgegenzuwirken, setzt das Polizeirevier Halle verstärkt auf Prävention. Im Jahr 2025 wurden Veranstaltungen an 16 weiterführenden Schulen durchgeführt, mit denen 2.545 Schüler, Lehrer und Erziehungsberechtigte erreicht wurden.

Themenschwerpunkte der polizeilichen Arbeit sind dabei:
– Faires Miteinander und Mobbing
– Straftaten und deren Konsequenzen
– Sicherer Umgang mit sozialen Medien
– Drogen- und Alkoholprävention
– Prävention von Extremismus und sexualisierter Gewalt

Die Polizei betont, dass eine frühzeitige Aufklärung und die Sensibilisierung für die Folgen des eigenen Handelns essenziell sind, um junge Menschen vor einer kriminellen Karriere zu bewahren.

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