Schimmel an der Hauptwache

Frankfurts Stadtpolizei zieht an die Zeil

31.03.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Großaufgebot der Polizei im Frankfurter Stadtteil Heddernheim (Archivbild). Die Frankfurter Stadtpolizei zieht bald in ein neues Revier um. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Florian Gaul/imago)

Frankfurts Stadtpolizei zieht um: Das hat der Magistrat beschlossen. Der aktuelle Standort an der Hauptwache ist wegen Schimmel und Schädlingsbefall nicht mehr nutzbar.

Die Innenstadtwache der Frankfurter Stadtpolizei wird umziehen. Wie die Stadt am Montag (30. März) mitteilte, wurde ein entsprechender Beschluss bereits am vergangenen Freitag (27. März) gefasst.

Die neue Heimat der Polizisten ist damit nicht mehr die altehrwürdige Hauptwache, sondern an der Zeil. Das Revier wird in die Stiftstraße nahe dem Brockhausbrunnen verlegt.

Angemietet werden Erdgeschoss und Untergeschoss mit insgesamt 346 Quadratmetern. Der Mietvertrag läuft 25 Jahre, mit Option auf fünf weitere Jahre. Der Einzug ist für den 1. August geplant.

Der Wechsel war nötig geworden, weil der bisherige Standort der Hauptwache nicht mehr nutzbar war. Schimmelbefall, marode Bausubstanz und wiederkehrender Schädlingsbefall hatten den Betrieb dort dauerhaft beeinträchtigt – trotz regelmäßiger Bekämpfungsmaßnahmen.

Außerdem ist das Gebäude nicht barrierefrei, weshalb das Ordungsamt den Mietvertrag bereits Ende 2025 kündigte. Der Betrieb wurde im Zuge dessen vorübergehend auf mobile Lösungen umgestellt.

Dezernentin Annette Rinn, zuständig für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz, berichtete, dass die Suche nach einer neuen Heimat für die Stadtpolizei herausfordernd gewesen sei. : „Die Suche hat uns über einen langen Zeitraum intensiv beschäftigt“, so Rinn und erklärte: „Umso wichtiger ist es, dass wir nun eine gute Lösung gefunden haben, die sowohl den Anforderungen unserer Mitarbeitenden als auch den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wird.“

Der neue Standort liegt zwischen Haupt- und Konstablerwache. Nach Angaben der Stadt soll die zentrale Lage die Reaktionszeiten der Einsatzkräfte verbessern. Geplant sind getrennte barrierefreie Zugänge, Vernehmungsbereiche und mehrere Fluchtwege.

Nach Angaben der Stadt soll die neue Wache zudem dem Wunsch der LGBTQIA*-Community nach mehr sichtbarer Polizeipräsenz in der Innenstadt entsprechen.

Bevor der Umzug finalisiert werden kann, muss allerdings noch die Stadtverordnetenversammlung dem Mietvertrag zustimmen.