Die Landeshauptstadt bleibt in Nordrhein-Westfalen die teuerste Stadt für Mieter – und lässt dabei auch Köln hinter sich. Das geht aus einer Auswertung des Immobilienportals Immowelt hervor.

Laut der Analyse liegt der Quadratmeterpreis in Düsseldorf bei angebotenen Wohnungen mittlerweile bei 13,84 Euro, in Köln ist es zumindest ein kleines bisschen günstiger. 13,43 Euro werden den Rhein hinauf fällig. Dass Düsseldorf preislich nun vor der Millionenmetropole liegt, hängt auch mit dem starken Preisanstieg der vergangenen Jahre zusammen. Laut Immowelt sind die Düsseldorfer Angebotsmieten auf dem Portal zwischen dem 1. März 2022 und dem 1. März 2026 um stolze 17,5 Prozent gestiegen. Vor vier Jahren war es in Köln demnach noch teurer als in Düsseldorf. In Köln stiegen die Angebotsmieten in dem Zeitraum um 12 Prozent.

Für Düsseldorf bedeutet das Ranking eine weitere Top-Platzierung in einem Bereich, in dem man sich eher nicht darüber freut. Erst kürzlich hatte das Moses Mendelssohn Institut eine Untersuchung des Mietmarkts speziell für Studierende und Auszubildende vorgelegt. Daraus geht hervor, dass für ein WG-Zimmer in der Landeshauptstadt mittlerweile 630 Euro im Monat fällig werden – auch das ist demnach teurer als in Köln und der Spitzenplatz in NRW.

Die Preissteigerungen, die aus der Immowelt-Analyse hervorgehen, scheinen im Düsseldorfer Fall besonders bemerkenswert zu sein, doch liegt die Stadt damit im Vergleich zu anderen Großstädten nicht mal unter den Top 10. Spitzenreiter ist Berlin, wo die Angebotsmieten in den vergangenen vier Jahren um 22,3 Prozent gestiegen sind. Hinter Berlin landet Krefeld mit einer Preissteigerung von 21,8 Prozent im selben Zeitraum. Besonders in NRW sei zu beobachten, heißt es von Immowelt, dass die Kosten in Städten mit bisher vergleichsweise günstigen Mieten anzögen. Hintergrund sei einerseits, dass aufgrund der bisher günstigen Mieten noch größeres Erhöhungspotenzial bestehe. Andererseits „könnten Ausweichbewegungen aus teureren Städten wie Düsseldorf dazu geführt haben, dass die Nachfrage und damit die Mieten an günstigeren Standorten spürbar anziehen“, heißt es von Immowelt.

Das Unternehmen hat Angebote aus den deutschen Großstädten analysiert, die auf der Plattform geschaltet waren. Die mittels eines bestimmten Verfahrens errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 1. März 2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum 1. März 2022 wieder. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.